{"id":84,"date":"2022-04-03T12:11:21","date_gmt":"2022-04-03T12:11:21","guid":{"rendered":"https:\/\/martin.quitesmall.de\/?page_id=84"},"modified":"2023-05-07T07:55:19","modified_gmt":"2023-05-07T07:55:19","slug":"gottessohnschaft","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/derbibelglauben.de\/?page_id=84","title":{"rendered":"Gottessohnschaft"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Lehre von Christus ist das Zentrum des christlichen Glaubens, denn Jesus Christus ist der Ausgangspunkt, die Mitte und das Ziel der Heilsgeschichte, die in der Heiligen Schrift offenbart ist. Die Frage nach dem Heil bzw. danach, wie wir in den Himmel kommen, entscheidet sich einzig und allein an der Person Jesu Christi.<\/p>\n\n\n\n<p>Apg.4,2: \u201eUnd in keinem andern ist das Heil, auch ist kein andrer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, durch den wir sollen selig werden\u201c. Joh.3,36: \u201eWer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben. Wer dem Sohn nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt \u00fcber ihm\u201c. 1.Joh 5,12: \u201eWer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht\u201c. &nbsp;Wenn sich alles an Jesus entscheidet, wie es in seinem Wort steht, dann wird es darauf ankommen, welches Bild wir von Jesus haben. Die Frage, die sich in unserem Zusammenhang ergibt, ist also: Glauben wir, dass Jesus wirklich der von Gott gesandte Gottessohn ist, oder glauben wir, dass er nur ein vorbildlicher Mensch war, der aufgrund seiner \u00fcberragenden Tugend sich den Titel des Gottessohnes verdient hat? <em>\u201eJesus Christus ist wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren\u201c<\/em>&#8211; so haben wir es im Konfirmandenunterricht von Martin Luther als Erkl\u00e4rung zum Glaubensbekenntnis der Kirche \u00fcber das Geheimnis der Person Jesu gelernt. Jesus Christus ist wahrer Gott und wahrer Mensch in einer Person. So hat es nicht nur die Reformation, sondern im Grunde die weltweite Kirche seit mehr als 2000 Jahren gelehrt, und so wird es auch in der Heiligen Schrift unzweideutig auf vielfache Weise bezeugt. Dies ist die Grundlage der Trinit\u00e4tslehre (Dreieinigkeit) und der Doppelnatur Jesu. Die liberale Theologie hat dieses Dogma (Lehrsatz) allerdings ins Wanken gebracht. Sie akzeptiert nicht mehr die ewige Gottessohnschaft. Nach der Meinung der HKT war Jesus nur ein Mensch, der von seinen Anh\u00e4ngern nachtr\u00e4glich zum Gottessohn hochstilisiert wurde. &nbsp;Jesus habe selbst nicht beansprucht, Gottes Sohn zu sein. Diesen Titel habe man ihm nachtr\u00e4glich in den Mund gelegt, um seine \u00fcberragende W\u00fcrde damit zu unterstreichen. Ich kann mich noch gut erinnern, wie unser Religionslehrer im Grundkurs der Oberstufe versuchte, uns diese \u201ewissenschaftliche\u201c Erkenntnis \u00fcber den historischen Jesus nahezubringen. Prof. Andreas Lindemann, ein renommierter Lehrbuchautor f\u00fcr Theologiestudenten, antwortet in einem Spiegelinterview auf die Frage, ob Jesus Gottes Sohn sei, mit einem klaren -nein. Rudolf Bultmann entscheidet sich (in Glauben und Verstehen Bd.II, 5 Aufl.) bei der Frage: <em>\u201eHilft er mir, weil er der Sohn Gottes ist, oder ist er der Sohn Gottes, weil er mir hilft,<\/em> f\u00fcr das letztere. Er schreibt dazu: <em>\u201eNun, ich glaube, man darf sagen, dass im Neuen Testament, jedenfalls a parte potiori (\u00fcberwiegend), die Aussagen \u00fcber Jesu G\u00f6ttlichkeit oder Gottheit in der Tat Aussagen sind, die nicht seine Natur, sondern seine Bedeutsamkeit zum Ausdruck bringen wollen\u201c. <\/em>Jesus wurde also nicht als Gottes Sohn bezeichnet, weil er wesensgleich mit ihm gewesen w\u00e4re, sondern weil er \u00fcber hohe menschliche Qualit\u00e4ten verf\u00fcgte, die ihn in die N\u00e4he Gottes gebracht h\u00e4tten. Wenn man sich das Denksystem der liberalen Theologie genau anschaut, dann kann es auch gar nicht anders sein. Der Glaube an eine ewige Wesensgleichheit zwischen Gott und Jesus w\u00e4re ein krasser Widerspruch zu allen anderen Glaubensmerkmalen der liberalen Theologie. Die Liberale Theologie ist in ihrer Bibelkritik nicht eine Ansammlung von Einzelbefunden der Bibelinterpretation, sondern ein Denkgeb\u00e4ude, das in ihren innerweltlichen Denkvoraussetzungen eines geschlossenen Weltbildes wurzelt und das \u00fcber die Einzelbefunde gest\u00fclpt wird. Alle Glaubensinhalte mit \u00fcbernat\u00fcrlicher Dimension werden in der historisch-kritischen Theologie auf eine menschliche Ebene heruntergebrochen. Ein \u00fcbernat\u00fcrliches Handeln Gottes z.B. in Form einer Inkarnation (Menschwerdung) des Sohnes Gottes ist ausgeschlossen. Nach historisch kritischer Einstellung ist ein Einbruch der Wirklichkeit Gottes in die gesch\u00f6pfliche Dimension des Menschseins nicht m\u00f6glich. Da Jesus tats\u00e4chlich lebte, muss es sich deshalb um einen reinen Menschen gehandelt haben. Konsequenterweise lehnt man auch die ewige Gottessohnschaft Jesu im Sinne einer Pr\u00e4existenz und viele traditionelle Glaubensinhalte ab, ohne jedoch die Begrifflichkeit aufzugeben. Zahlreiche Glaubensinhalte werden ihres urspr\u00fcnglichen Sinnes entleert und mit einem neuen Bedeutungsinhalt gef\u00fcllt, sodass es h\u00e4ufig vom theologischen Laien gar nicht auf Anhieb bemerkt wird. So kann auch ein Rudolf Bultmann sagen, dass er an Jesus als Sohn Gottes glaubt, obwohl er im gleichen Atemzug die Wesensgleichheit bestreitet. So kann auch ein Andreas Lindemann die Gottessohnschaft Jesu ablehnen und trotzdem die Wichtigkeit des Glaubens an den Sohn Gottes unterstreichen. Im oben erw\u00e4hnten Spiegelinterview tut er dies genauso, wie ich dies hier beschrieben habe. Als letztes Beispiel m\u00f6chte ich den ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden, Nikolaus Schneider, erw\u00e4hnen, der ebenfalls seinen Glauben an den Sohn Gottes bezeugt, indem er behauptet, dass ein Mensch mit dem Namen Jesus bei seiner Taufe von Gott als sein Sohn adoptiert worden sei. Den Glauben an Jesus als Gottessohn will man nicht aufgeben. Nur die historische Dimension einer ewigen pr\u00e4existenten Gottessohnschaft lehnt man ab. Wir sp\u00fcren bei diesen Ausf\u00fchrungen auch, wie das Verst\u00e4ndnis der Sohnschaft Gottes und der Jungfrauengeburt unmittelbar zusammenh\u00e4ngen und verstehen auch, warum man im Glaubensbekenntnis -geboren von der Jungfrau Maria- sprechen kann, aber gleichzeitig behaupten kann, dass Maria medizinisch-biologisch gesehen bei der Geburt Jesu nicht mehr Jungfrau war. Es handelt sich um zwei unterschiedliche Wirklichkeitsebenen oder besser zwei verschiedene Verst\u00e4ndnisebenen. Dieser Wirklichkeits-Dualismus zieht sich durch alle Bereiche der historisch- kritischen Sicht der Bibel und ist gleichzeitig die Voraussetzung f\u00fcr zahlreiche Umdeutungen geistlicher Begriffe. Damit entfernt sich die liberale Theologie aber auch in erschreckender Weise vom Grundverst\u00e4ndnis der Heiligen Schrift. Es entsteht ein seltsames Zerrbild, auf dem man das wahre Gesicht der Bibel kaum noch erkennen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wollen wir aber, wie bei den anderen Themen den tats\u00e4chlichen biblischen Befund ansehen. Wir wollen die Frage stellen: Stimmt das \u00fcberhaupt, dass Jesus nicht den Anspruch gestellt hat, Gottes Sohn zu sein? Oder: L\u00e4sst uns die Bibel den Spielraum, in der Gottessohnschaft keine Wesensgleichheit, sondern eine Bedeutsamkeit zu sehen?<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollen uns dabei zun\u00e4chst einen der wichtigsten Befunde ansehen. Jesus vor dem Hohen Rat: Markus 14,61 u.62: <em>\u201eEr aber schwieg still und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermals und sprach zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Hochgelobten? Jesus aber sprach: Ich bin&#8217;s; und ihr werdet sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen mit den Wolken des Himmels\u201c.<\/em> Der Wortlaut ist bei Matth\u00e4us fast der gleiche, au\u00dfer dass bei Matth\u00e4us statt- Sohn des Hochgelobten- Sohn Gottes- steht. Im Lukasevangelium steht ebenfalls -Gottes Sohn, daf\u00fcr l\u00e4sst Lukas den zweiten Satz, der ein Zitat aus Daniel 7 ist, weg. Schon allein diese Stelle zeigt eindeutig, dass Jesus sich als Sohn Gottes und Messias angesehen hat. Gleichzeitig sehen wir auch an der Stelle, dass es hier nicht um eine menschliche \u00c4hnlichkeit mit Gott oder eine moralische Bedeutsamkeit ging, sondern tats\u00e4chlich um eine Wesensgleichheit. Dies wird zun\u00e4chst daran deutlich, dass der Hohepriester, Kaiphas, auf Jesu Antwort seine Kleider zerriss, weil Jesus den Tatbestand der Gottesl\u00e4sterung erf\u00fcllt hatte. Es kommt jedoch noch ein zweiter Hinweis dazu. Wenn Jesus nicht so verstanden h\u00e4tte werden wollen, dann h\u00e4tte er hier einhaken k\u00f6nnen. Er h\u00e4tte den Hohenpriestern und allen Umstehenden nochmal erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, dass man ihn falsch verstanden habe. Er h\u00e4tte eine genaue Erkl\u00e4rung nachschieben k\u00f6nnen. Dies tat er aber nicht, weil er wusste, dass seine Gegner ihn richtig verstanden hatten. Dies unterstreicht Jesus, indem er nicht einfach mit einem fl\u00fcchtigen und erzwungenen \u201e<em>ja\u201c<\/em> antwortet, sondern mit dem bewussten und h\u00f6flichen Satz: <em>\u201eIch bin es\u201c,<\/em> oder <em>\u201eDu sagst es\u201c<\/em>. Dies ist die st\u00e4rkste Form der Bejahung. Hier kann man sich auch nicht damit herausreden, zu sagen, Jesus habe sich hier als Sohn Gottes gesehen wie im Alten Testament das Volk Israel sich als Sohn Gottes oder als Kinder Abrahams (Joh.8,33) gesehen hat oder wie man Gl\u00e4ubige als Kinder Gottes bezeichnen kann. Den frommen Juden waren solche Formulierungen nicht weniger gel\u00e4ufig als uns heute. \u00a0Nein, diese Stelle im Markusevangelium sowie in den anderen synoptischen Evangelien ist so kristallklar, dass man sie praktisch nicht missverstehen kann. An anderer Stelle wird Jesus f\u00fcr seine hohe moralische Integrit\u00e4t sogar von Seiten der Pharis\u00e4er Respekt gezollt. Jesus w\u00e4re nicht f\u00fcr eine behauptete Seelenverwandtschaft oder f\u00fcr einen hohen ethischen Anspruch zum Tode verurteilt worden. Er wurde zum Tode verurteilt, weil er sich auf eine Ebene mit Gott gestellt hat, weil er sich wesensm\u00e4\u00dfig Gott gleich gemacht hat, weil er sich als derjenige bezeichnete, der er wirklich war, n\u00e4mlich Gottes Sohn. Wenn er es wirklich ist, dann h\u00e4tte dieses Gespr\u00e4ch mit Kaiphas nicht anders verlaufen k\u00f6nnen, dann h\u00e4tte Jesus nicht anders reagieren k\u00f6nnen als es geschildert wurde. Wir k\u00f6nnten also schon hier den Schluss ziehen, dass Jesus sich als Gottes Sohn gesehen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Simon Greenleaf, ehemaliger Professor der Harvard School of law und ein bedeutender Jurist, sagte \u00fcber Jesu Gerichtsverhandlung (aus Bibel im Test): <em>\u201eEs ist nicht leicht zu erkennen, auf welcher Basis sein Verhalten vor irgendeinem Gerichtshof h\u00e4tte verteidigt werden k\u00f6nnen, es sei denn aufgrund seines \u00fcbermenschlichen Wesens. Es ist unvorstellbar, dass ein Rechtsanwalt seine Verteidigung auf etwas anderes h\u00e4tte gr\u00fcnden k\u00f6nnen\u201c.<\/em>Robert Anderson (aus: \u201eDie Bibel im Test\u201c) schreibt dazu: <em>\u201eAber keine best\u00e4tigenden Beweise sind \u00fcberzeugender als die von feindseligen Zeugen. Und die Tatsache, dass der Herr Anspruch auf Gottheit erhob, ist durch das Handeln seiner Feinde unbestreitbar bezeugt. Wir m\u00fcssen daran denken, dass die Juden ja kein Stamm unwissender Wilder waren, sondern ein hochkultiviertes und tiefreligi\u00f6ses Volk; und auf diese Anklage hin wurde sein Tod ohne eine Gegenstimme vom Synedrium beschlossen- von ihrem gro\u00dfen nationalen Rat, der aus ihren eminentesten religi\u00f6sen F\u00fchrern bestand,\u2026\u201c <\/em>&nbsp;Gleichzeitig wird hier auch deutlich, wie fragw\u00fcrdig die Behauptung ist, Jesus habe nie beansprucht, Gottes Sohn zu sein. Wenn das zutreffen w\u00fcrde, dann m\u00fcsste man aber erkl\u00e4ren, wieso Jesus dann \u00fcberhaupt zum Tode verurteilt wurde. Eine alleinige Beleidigung der Pharis\u00e4er und Schriftgelehrten h\u00e4tte nicht ausgereicht, zumal die breite Masse des Volkes eine Verurteilung auf dieser Basis nicht mitgetragen h\u00e4tte. Dass die Hohenpriester das Volk dazu bringen konnten, lauthals \u201e<em>kreuzige ihn\u201c<\/em> zu schreien, l\u00e4sst sich viel einfacher durch das Argument der Gottesl\u00e4sterung als durch etwas anderes erkl\u00e4ren. Zuletzt sei noch mal an die Argumentation bei der Jungfrauengeburt erinnert. Das \u00e4lteste Evangelium kenne die Jungfrauengeburt nicht, weshalb sie als nicht historisch angesehen wird. Im Falle der Begebenheit vor dem Hohen Rat bezeugt Jesus seine Gottessohnschaft auch im \u201e\u00e4ltesten\u201c Evangelium. Bedeutet dies nun konsequenterweise, dass wir es hier mit einer historischen Schilderung zu tun haben? Merkw\u00fcrdigerweise z\u00e4hlt dieses Argument in den Augen der historisch-kritischen Theologie hier nicht, weil es an einer Karte ihres weltanschaulichen Kartenhauses r\u00fctteln w\u00fcrde. Man nennt dies auch eine inkonsistente Argumentation.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie argumentiert man nun auf Seiten der historisch-kritischen Theologie? Hier gibt es mehrere Kritikversuche: Nach Lesart der Kritiker ist die Schilderung des Prozessablaufes nicht logisch. Wo sei der innere Zusammenhang? Albert Schweizer, bekannter Urwald-Doktor und liberaler Theologe, fragt hier beispielsweise: <em>\u201eWoher wei\u00df aber der Hohepriester, dass Jesus der Messias zu sein behauptet?&#8230; Warum versucht man zuerst, Zeugen f\u00fcr ein Tempelwort, das als Gottesl\u00e4sterung gedeutet werden k\u00f6nnte, aufzubringen, um ihn auf dieses hin zu verurteilen?\u201c <\/em>&nbsp;Albert Schweizer meint damit, dass der Verlauf und der Inhalt des Prozesses nicht logisch ist und deshalb Merkmale von gewachsenen Erz\u00e4hltraditionen enth\u00e4lt und damit nicht historisch sein kann. Die Frage scheint zun\u00e4chst berechtigt zu sein. Die Anma\u00dfung, den Tempel abzureisen und in 3 Tagen wieder aufzubauen, h\u00e4tte man als die Idee eines Geisteskranken ansehen k\u00f6nnen, sie h\u00e4tte aber niemals ein Todesurteil gerechtfertigt. Warum werden die Zeugenaussagen dann \u00fcberhaupt erw\u00e4hnt? Und wieso springt dann der Hohepriester pl\u00f6tzlich zu der Frage, ob er der Messias, der Sohn des Hochgelobten sei? Wo soll da die Verbindung sein? F\u00fcr die liberalen Theologen ist dies ein klassischer Fall von Inkoh\u00e4renz (den inneren Zusammenhang entbehrend) &#8211; ein Indiz daf\u00fcr, dass der Text nicht authentisch sei. Die Messiasfrage habe man in den Text hineingeschmuggelt, um Jesus den Messiasanspruch zu unterschieben. Lange Zeit konnte man dieses Argument kaum entkr\u00e4ften. Bis man Qumran entdeckt hatte und dort Schriften gefunden hat, die die Verbindung zwischen dem Tempelbau und der Messiasfrage kl\u00e4ren. 4QFlorilegium:<em> \u201eUnd Jahweh hat dir kundgetan, dass er dir ein Haus bauen wird; und ich werde deinen Samen aufrichten nach dir und den Thron seines K\u00f6nigtums f\u00fcr immer. Ich werde f\u00fcr ihn Vater sein und er wird f\u00fcr mich Sohn sein. Das ist der Davidspross, der mit dem Erforscher des Gesetzes auftritt, welchen (er auftreten lassen wird) in Zion am Ende der Tage, wie geschrieben steht (Amos 9,11): Und ich will die zerfallene H\u00fctte Davids wieder aufrichten. Das ist die zerfallene H\u00fctte Davids. Darum wird er aufstehen, um Israel zu retten.<\/em> Der erste Teil dieses Textes bezieht sich auf eine Weissagung Nathans David gegen\u00fcber aus 2.Sam 7. Der zweite Teil ist eine Interpretation dieser Stelle in Verbindung mit der Amosstelle mit Blick auf den k\u00fcnftigen Messias. Das hei\u00dft, in diesem Qumrantext, der von Essenern im zweiten und ersten Jahrhundert vor Christus geschrieben wurde, wird der endg\u00fcltige Tempel Gottes mit der Messianit\u00e4t in Zusammenhang gebracht. Es bestand f\u00fcr die Juden im letzten vorchristlichen Jahrhundert, ausgehend von der Nathan-Weissagung in 2. Sam. 7 und der Prophetie in Amos 9,11, die Erwartung, dass der k\u00fcnftige Messias einen endg\u00fcltigen prachtvollen Tempel bauen w\u00fcrde. Prof. Betz (aus Faszination Qumran von Alexander Schick, S.116) schreibt zu diesem Text: <em>\u2026 umgekehrt erhebt jeder, der sich als Erbauer des Tempels ausgibt, indirekt den Anspruch, der Messias und Sohn Gottes zu sein. Jetzt wird klar, warum der Hohepriester unvermittelt die Messiasfrage stellt, als das Zeugenverh\u00f6r beim Tempelwort stockt und der Angeklagte sich nicht dazu \u00e4u\u00dfert.\u201c<\/em> Wir sehen also, dass die Verbindung zwischen der Gottessohnschaft oder der Messianit\u00e4t einerseits und dem Tempelbau andererseits nicht aus der Luft gegriffen oder sp\u00e4ter erfunden war, sondern schon vor Jesus im Raume stand. Auf diesem Hintergrund wird der zun\u00e4chst etwas unlogisch erscheinende Prozessverlauf pl\u00f6tzlich klar.<\/p>\n\n\n\n<p>Welche weiteren Kritikpunkte f\u00fchrt man gegen diesen Text ins Feld?<\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Text \u00fcber das Verh\u00f6r vor dem Hohen Rat zitiert Markus den Hohenpriester Kaiphas mit der Frage: <em>\u201eBist du der Christus (hebr. =Messias) der Sohn des Hochgelobten? <\/em>Die Historisch-kritische Theologie sieht hier einen unj\u00fcdisch formulierten, sp\u00e4teren Einschub. (aus Faszination Qumran, S118). Im Arbeitsbuch zum neuen Testament von Conzelmann\/Lindemann steht: <em>\u201eDie Frage des Hohenpriesters setzt voraus, dass Messias und Gottessohn zwei letztlich identische Bedeutungen seien- ein dem Judentum fremder Sprachgebrauch.\u201c<\/em> Auch Prof. Pinchas Lapide, ein bereits verstorbener Religionsphilosoph, ist der Meinung, dass die Bezeichnung \u201eGottessohn\u201c, wie sie im Christentum f\u00fcr Christus verwendet wird, in der j\u00fcdischen Kultur nicht denkbar gewesen w\u00e4re. Der Titel stamme aus dem Heidentum, wo man jeden Kaiser mit einer g\u00f6ttlichen Abstammung in Verbindung brachte. Diese Sicht ist mir selbst auch als Argument schon oft begegnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch hier hat die Qumranforschung ein neues Licht auf den Sachverhalt geworfen. Prof. Stuhlmacher ist sich mit seinem Kollegen, Prof. Betz, einig, dass die oben genannte Sicht heute nicht mehr haltbar ist. 1992 ist ein Qumranfragment (4Q246) ver\u00f6ffentlicht worden, in dem steht: <em>\u201eer wird gro\u00df sein auf Erden, alle werden Frieden machen und alle ihm dienen. Sohn des gro\u00dfen Gottes redet man ihn an\u2026 Gottes Sohn wird er genannt, Sohn des H\u00f6chsten wird man ihn hei\u00dfen\u201c.<\/em><em> <\/em>Dazu Prof. Stuhlmacher (aus Faszination Qumran): <em>\u201eIn dem Fragment sind nunmehr die beiden Titel \u201eSohn Gottes\u201c und \u201eSohn des H\u00f6chsten\u201c definitiv auf aram\u00e4isch bezeugt, und zwar in einem fr\u00fchj\u00fcdischen Text, der \u00e4lter ist als alle neutestamentlichen Traditionen!\u201c\u2026. Die Frage des Hohenpriesters, ob Jesus der Christus sei, kommt der in 4Q246 gebrauchten Ausdrucksweise sehr nahe und ist mitnichten unj\u00fcdisch formuliert.\u201c<\/em> \u00a0Wieder mal hat sich eine liberale Deutung als Vorurteil erwiesen. Gottes Sohn und Sohn des H\u00f6chsten waren identische Bezeichnungen, die vor der Zeit Jesu schon angelegt waren.<\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich auf einen weiteren hochinteressanten Aspekt eingehen. Wenn wir in Luk.1 die Worte lesen, die der Engel Maria bei der Ank\u00fcndigung der Geburt Jesus verwendet, dann stellen wir hier deutliche \u00c4hnlichkeiten mit 4Q246 fest: Luk1:32: \u201e\u2026der wird gro\u00df sein und Sohn des H\u00f6chsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, und er wird K\u00f6nig sein \u00fcber das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben.\u201c Auch die Verk\u00fcndigungsgeschichte um die Geburt Jesu geh\u00f6rt in den Augen der liberalen Theologen zu den stark umstrittenen Texten, die man nachtr\u00e4glich an heidnische Vorstellungen angepasst habe. Seit der Entdeckung des oben genannten Qumrantextes aus dem vorchristlichen Jahrhundert, der ebenso wie der zuvor genannte Text eine endzeitliche Interpretation des Nathan-Spruches darstellt, ist die Deutung einer Anpassung an die unj\u00fcdische, griechische Vorstellungswelt nicht mehr n\u00f6tig und kann als widerlegt angesehen werden. Es bliebe hier nur noch die Argumentation \u00fcbrig, die Evangelisten h\u00e4tten ihre Schilderungen mythologisch nicht an die griechischen, sondern an die traditionellen j\u00fcdischen Messiasvorstellungen adaptiert. Wenn man dies behauptet, sollte man sich aber bewusst sein, dass man damit gleichzeitig das Argument der Erf\u00fcllung alttestamentlicher Prophetien unterst\u00fctzt. Damit w\u00fcrde man n\u00e4mlich indirekt zugeben, dass die Vorstellung von der Gottessohnschaft und von der Assoziation mit einem ewig best\u00e4ndigen Reich unter der K\u00f6nigsherrschaft des Messias vorher vorhanden war. Geht man von einer Adaptation aus, dann wird man mit detektivischer Genugtuung sich auf die Schulter klopfen und sagen: Richtig erkannt, die Evangelien wurden manipuliert. Geht man von der Historizit\u00e4t der Schilderungen aus, dann kann man nur staunen, wie sich die versteckten messianischen Weissagungen des AT exakt erf\u00fcllt haben. Entweder die Evangelisten haben ihre Erz\u00e4hlungen tats\u00e4chlich manipuliert, oder die historisch kritische Theologie ist hier auf dem falschen Dampfer, wenn sie behauptet, die Evangelisten h\u00e4tten hier alttestamentliche Prophetien erf\u00fcllt sehen wollen. \u00a0\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Johannesevangelium:<\/p>\n\n\n\n<p>Nun wollen wir zu anderen Hinweisen auf die Gottessohnschaft Jesu kommen. Im Grunde ist das gesamte Johannesevangelien voll von Aussagen von und \u00fcber Jesus, die seine ewige Gottheit unterstreichen. Jedem, der das Johannesevangelium gelesen hat, fallen hierzu zahlreiche Bibelstellen ein. Einige m\u00f6chte ich nun im Folgenden auff\u00fchren:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Joh 1,1ff: <em>\u201eIm Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. 2&nbsp;Dasselbe war im Anfang bei Gott. 3&nbsp;Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. 4&nbsp;In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen\u2026.&nbsp;14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. <\/em>Johannes der T\u00e4ufer zeugt von ihm und ruft: <em>&#8222;Dieser war es, von dem ich gesagt habe: Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.\u201c &nbsp;<\/em>Mit Ausnahme der Zeugen Jehovas w\u00fcrde kein Bibelkommentator behaupten, dass hier nicht eindeutig die Pr\u00e4existenz und die ewige g\u00f6ttliche Natur von Jesus dargestellt wird. Die Wirklichkeit Jesu wird hier in den denkbar weitesten Rahmen gestellt. Der Bezug zu den ersten Versen der Bibel \u00fcber die Weltsch\u00f6pfung anhand der Formulierungen \u201eIm Anfang\u2026\u201c und \u201edas Leben\u201c und \u201edas Licht und die Finsternis\u201c, ist nicht zu \u00fcbersehen. So ist f\u00fcr den Autor Jesus gleichzeitig der protologische Anfang, die christologische Mitte und in Verbindung mit der Johannesoffenbarung der eschatologische Zielpunkt der Welt- und Heilsgeschichte. Joh.1:30: \u201eNach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist, denn er war eher als ich.\u201c Joh1:34 <a>\u201e<\/a>Und ich habe es gesehen und bezeugt: Dieser ist <strong>Gottes Sohn.<\/strong>\u201c Auch im Zeugnis des T\u00e4ufers kommt nochmal die Pr\u00e4existenz Jesu zum Ausdruck. (Joh.1,15). Jesus war vor Johannes existent, obwohl nach dem Lukasevangelium Elisabeth als die Mutter von Johannes dem T\u00e4ufer schon im 6. Monat schwanger war, als Jesus gezeugt wurde. Auch die Gottessohnschaft Jesu wird aufgrund des Tauferlebnisses Jesu, bei dem eine herabkommende Taube gesehen wurde, bezeugt. Schon im ersten Kapitel des Johannesevangeliums erkl\u00e4rt uns also Johannes, wer Jesus wirklich ist und wie wir ihn verstehen m\u00fcssen, n\u00e4mlich als ewig existenter, einzigartiger Sohn Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>Joh 3.16: \u201eDenn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.\u201c &nbsp;Mit eingeborenen (gr.: monogenes) Sohn ist gemeint, dass er der einzige Sohn Gottes und von einer Art mit Gott ist. Es gibt neben Jesus keine weiteren menschlichen S\u00f6hne Gottes, wie das vielleicht manche gerne verstanden haben wollten. Er ist wesensm\u00e4\u00dfig oder genetisch identisch mit seinem Vater. Versuche, hier nur einen einzigartigen Charakter hineinzuinterpretieren, stehen auf t\u00f6nernen F\u00fcssen, insbesondere wenn man den Gesamtkontext des Johannesevangeliums mitber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Joh 5,17-18; \u201eJesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis auf diesen Tag, und ich wirke auch. &nbsp;Darum trachteten die Juden noch mehr danach, ihn zu t\u00f6ten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.\u201c&nbsp; Wenn man Jesu Aussagen \u00fcber seine Beziehung zu seinem Vater genau analysiert, dann f\u00e4llt auf, dass er immer von -mein Vater- spricht, nie von -unserem- Vater. Hierzu ist es wichtig zu wissen, dass die Juden Gott nie -mein Vater- nannten. Sprachen sie doch vom Vater, dann schr\u00e4nkten sie diese Aussage immer mit \u201eim Himmel\u201c ein. Jesus tat dies allerdings nicht. A.T Robertson, ein liberaler Theologe schreibt dazu: <em>\u201eEr erhob einen Anspruch, den die Juden nicht missverstehen konnten, wenn er &#8211;<u>mein Vater-<\/u> sagte.\u201c<\/em> Dass dies auch tats\u00e4chlich stimmt, zeigt uns Johannes in seinem 5. Kapitel selbst: Joh.5,18: \u201eDarum trachteten die Juden noch mehr danach, ihn zu t\u00f6ten, weil er nicht allein den Sabbat brach, sondern auch sagte, Gott sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.\u201c&nbsp; Die Sohnschaft bzw. Vaterschaft l\u00e4sst sich hier also nicht als eine Beziehung betrachten, wie sie die frommen Juden zu Gott hatten, wenn sie von \u201eUnser Vater im Himmel\u201c sprachen oder wie sie Christen im \u201e<em>Vater unser\u201c<\/em> zum Ausdruck bringen, sie l\u00e4sst sich hier nur als eine weit gr\u00f6\u00dfere Beziehung ansehen. Es ist die Beziehung einer wesensm\u00e4\u00dfigen ewigen Identit\u00e4t mit Gott.&nbsp; Jesus ist von Natur her der Sohn Gottes. Die Bedeutung eines Wortes oder einer Bezeichnung ergibt sich immer auch aus dem Kontext. Das hei\u00dft: Auch wenn ich die Bezeichnung -mein Vater- vielfach lediglich als den Ausdruck einer Liebesbeziehung ansehen kann, wie sie sich in einer menschlichen Vater-Sohn-Beziehung vollzieht, so muss das nicht hei\u00dfen, dass es bei Jesus nicht eine weitaus h\u00f6here Bedeutung hat. Wenn der Ausdruck -Ich schmiere jemand Honig ums Maul- vielfach symbolisch zu verstehen ist, schlie\u00dft das nicht aus, dass er manchmal auch eine reale Bedeutung hat. Die tats\u00e4chliche Bedeutung wird nur im Kontext sichtbar. Im 5.Kapitel wird uns die Bedeutung des Ausdrucks \u201eMein Vater\u201c eindeutig erkl\u00e4rt, und zwar durch die Aussage: \u201eund machte sich selbst Gott gleich\u201c!&nbsp; &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Joh 8,58: \u201eJesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.\u201c Es gibt wohl keine andere Stelle, die Jesu Anspruch der Pr\u00e4existenz klarer zum Ausdruck bringt als die vorgenannte. Hier sagt Jesus eindeutig, dass er schon vor Abraham existierte. Die Stelle aus dem Johannesevangelium ist jedoch noch aus einem anderem Grund h\u00f6chst aufschlussreich. Jesus sagt hier nicht: <em>Ehe Abraham wurde, war ich<\/em>. Er verwendet hier offensichtlich ganz bewusst die Formulierung \u201ebin ich\u201c (hebr.: Eimi)! &nbsp;Mit dieser Formulierung trifft er aus Sicht der damaligen Schriftgelehrten mitten ins Wespennest. Warum? Weil das eine f\u00fcr den Juden bekannte Bezeichnung f\u00fcr den Namen Gottes ist. 2. Mose 3, 13.ff: <em>\u201eMose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Israeliten komme und spreche zu ihnen: Der Gott eurer V\u00e4ter hat mich zu euch gesandt!, und sie mir sagen werden: Wie ist sein Name?, was soll ich ihnen sagen? 14&nbsp;Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: So sollst du zu den Israeliten sagen: \u00bbIch werde sein\u00ab, der hat mich zu euch gesandt.\u201c Jes.43,10 u.11:<\/em> \u201e\u2026<em>damit ihr wisst und mir glaubt und erkennt, dass ich&#8217;s bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein. 11&nbsp;Ich, <u>ich bin<\/u> der HERR, und au\u00dfer mir ist kein Heiland.\u201c <\/em>Man k\u00f6nnte hier auch \u00fcbersetzen: <em>\u201eIch bin, der ich bin\u201c.<\/em><em> <\/em>A.G. Campbell schreibt dazu (aus Bibel im Test): <em>\u201eVon alttestamentlichen Stellen wird klar, dass Jesus hier keinen neuen Gedanken bringt. Den Juden war es ein vertrauter Gedanke, dass das JAHWEH des Alten Testaments der ewig Seiende ist. Was den Juden neu war, ist die Identifizierung dieser Benennung mit Jesus.\u201c <\/em>Weiter erkl\u00e4rt Campbell: <em>\u201eDass wir den Ausdruck-Ich bin (eimi)- auch als Erkl\u00e4rung der vollen Gottheit Jesu zu verstehen haben, ergibt sich aus der Tatsache, dass Jesus erst gar keine Erl\u00e4uterung gab. Er versuchte nicht, die Juden davon zu \u00fcberzeugen, dass sie ihn missverstanden h\u00e4tten, sondern er wiederholte die Aussagen mehrmals bei verschiedenen Gelegenheiten.\u201c<\/em> Zahlreiche Autoren best\u00e4tigen, dass Jesus hier bewusst und die Reaktion der Juden in Kauf nehmend auf das zeitlose alttestamentliche -Ich bin- anspielt. Damit wird eindeutig klar, dass Jesus sich mit JAHWEH identifiziert. Nichts anderes ist auch der Grund, warum die Juden Steine aufhoben um ihn zu steinigen. Diese Aussage musste in den Ohren der frommen Juden eine Beleidigung Gottes sein wie es sie unversch\u00e4mter nicht geben kann. Dieser Jesus von Nazareth behauptet, \u00e4lter zu sein als Abraham und Gott gleich zu sein. Einen eindeutigeren Tatbestand f\u00fcr Gottesl\u00e4sterung konnte es damals nicht geben.<em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;In Joh.10,30 sagt Jesus: <em>\u201eIch und der Vater sind eins\u201c<\/em>. Was f\u00fcr eine unerh\u00f6rte Provokation. Jesus macht sich Gott gleich. Dies musste f\u00fcr die damaligen Juden wohl erneut eine der gr\u00f6\u00dften Anma\u00dfungen sein, die man als Mensch aussprechen konnte, was dann auch an der Reaktion der Juden (Versuch der Steinigung) zum Ausdruck kam. K\u00f6nnte man an der Stelle Jesus unterstellen, er habe hier auf eine lediglich willensm\u00e4\u00dfige Einheit mit Gott angespielt? Die Frage l\u00e4sst sich sehr leicht mit nein beantworten, wenn man den Textzusammenhang, den Urtext und das Gesamtzeugnis des Johannesevangeliums heranzieht. Jesus sagt hier (Joh 10:27): \u201eMeine Schafe h\u00f6ren meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; 28&nbsp;und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen. 29&nbsp;Was mir mein Vater gegeben hat, ist gr\u00f6\u00dfer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand rei\u00dfen. 30&nbsp;Ich und der Vater sind eins.\u201c &nbsp;Nach j\u00fcdischer Vorstellung konnte nur Gott das ewige Leben geben. Jesus beansprucht hier jedoch die gleiche Macht, das ewige Leben seinen Schafen zu geben, wie sein Vater. Deshalb ist hier nicht nur an eine willensm\u00e4\u00dfige Einheit zu denken. Jesus macht hier unmissverst\u00e4ndlich deutlich, dass er als ewiger von Gott autorisierter Richter das ewige Leben jemand zuerkennen kann. Er unterstreicht diese Machtgleichheit, indem er die beiden Formulierungen auf eine Stufe stellt: \u201cNiemand wird sie aus meiner Hand rei\u00dfen\u201c und \u201eniemand wird sie aus des Vaters Hand rei\u00dfen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Dass es hier nicht um eine Meinungs- und Willenseinheit geht, wird auch im weiteren Verlauf der Auseinandersetzung deutlich. Joh 10,33: Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gottesl\u00e4sterung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.\u201c &nbsp;Die Juden verstanden Jesu Aussage also als Anspruch auf G\u00f6ttlichkeit. Jesus greift sogar einige Verse sp\u00e4ter die Haltung der Juden auf und verwendet nun pl\u00f6tzlich den Titel- Gottes Sohn-, obwohl dieses Wort bis dahin nicht gefallen war. Das zeigt, dass Jesus bzw. der Apostel Johannes als Autor die Anspr\u00fcche, \u201eGott\u201c zu sein und \u201eGottes Sohn\u201c oder \u201eeins mit dem Vater\u201c zu sein f\u00fcr identische Anspr\u00fcche h\u00e4lt. Das hei\u00dft, Jesus wusste genau, was er sagte, wenn er vom Einssein mit dem Vater sprach und er wusste auch genau, wie das ein frommer Jude verstehen w\u00fcrde, n\u00e4mlich als Anspruch, selbst Gott bzw. Gottes Sohn zu sein. Das hei\u00dft aber auch, Jesus hat es nicht vermieden, eine Formulierung zu verwenden, von der er wusste, dass sie unzweideutig seine Wesensgleichheit mit dem Vater zum Ausdruck br\u00e4chte. Er h\u00e4tte keine Formulierung verwendet, die sichergestellt h\u00e4tte, dass er nicht an eine genetische Verwandtschaft d\u00e4chte und damit einem Missverst\u00e4ndnis vorbeugt. Der Sachverhalt l\u00e4sst nur eine Schlussfolgerung zu: Er sagte es, weil er es tats\u00e4chlich so verstanden haben wollte, und weil es das richtige Verst\u00e4ndnis war.&nbsp; Bis hierher wird also im Gespr\u00e4chsverlauf genauso wie beim Verh\u00f6r vor dem Hohen Rat deutlich, dass Jesus hier die Gottessohnschaft beansprucht. &nbsp;Ab Vers 34 wird es nun besonders spannend:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eJesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: \u00bbIch habe gesagt: Ihr seid G\u00f6tter\u00ab? &nbsp;Wenn er jene G\u00f6tter nannte, an die das Wort Gottes erging \u2013 und die Schrift kann nicht aufgel\u00f6st werden \u2013, sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du l\u00e4sterst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters tue, so glaubt mir nicht! &nbsp;Wenn ich sie aber tue, so glaubt den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubt, damit ihr erkennt und versteht[11], dass der Vater in mir ist und ich in dem Vater!\u201c Hier k\u00f6nnte allerdings nun doch der Eindruck entstehen, Jesus wollte die Aussage, Gott gleich zu sein, im Verst\u00e4ndnis der Juden doch relativieren und doch nur eine moralische Einheit implizieren (hineinlegen).&nbsp; Um diese Verse richtig zu verstehen, sollten wir einen kurzen Blick in Psalm 82 werfen. Die Richter, die von Gott eingesetzt waren, und deshalb als G\u00f6tter bezeichnet werden, wurden getadelt, weil sie ungerechte Urteile f\u00e4llten, weil sie die Gottlosen vor den Armen und Schwachen bevorzugten. Der Psalm beginnt mit den Worten: \u201eGott steht in der Gottesgemeinde und ist Richter unter den G\u00f6ttern.\u201c Ab Vers 6 hei\u00dft es dann : \u201eWohl habe ich gesagt: Ihr seid G\u00f6tter und allzumal S\u00f6hne des H\u00f6chsten; aber ihr werdet sterben wie Menschen\u2026\u201c Das hei\u00dft, die Richter werden insofern als G\u00f6tter bezeichnet, als sie \u00fcber andere Menschen richten und damit im Auftrag Gottes handeln. Trotzdem sind sie aber ganz normale sterbliche Menschen. Will nun Jesus damit sagen, dass er insofern Gottes Sohn ist, als er im Auftrag Gottes wie die alttestamentlichen Richter handelt? Das w\u00fcrde dem Gesamtzeugnis des Johannesevangeliums widersprechen. Diese Stelle muss also eine andere Bedeutung haben: Jesus will hier nicht seine Stellung als Gottessohn abwerten oder relativieren, um dem Urteil der Juden zu entgehen. Er will das Urteil der Gleichsetzung mit Gott, dem Vater, best\u00e4tigen und durch den Vergleich mit den Richtern rechtfertigen. Es ist also ein Vergleich, bei dem nicht 2 gleichwertige Elemente einander gegen\u00fcbergestellt werden, sondern bei dem anhand eines menschlichen Beispiels- n\u00e4mlich der Richter- die unvergleichliche und um Dimensionen h\u00f6here Gr\u00f6\u00dfe Jesu demonstriert werden soll. Jesus will damit folgendes sagen: Wenn schon jene Richter als schwache und fehlerhafte, sterbliche Menschen als G\u00f6tter bezeichnet werden, weil sie letztlich im Auftrag Gottes handeln, wieviel mehr habe er selbst dann das Recht dazu, sich so zu nennen, nachdem er doch durch seine vielf\u00e4ltigen Werke, seine \u00fcbermenschlichen Wundertaten, &nbsp;seine weisen Worte, durch seine Allmacht und &nbsp;Autorit\u00e4t l\u00e4ngst bewiesen hat, dass er nicht nur ein sterblicher Mensch sei, sondern nichts anderes als Gottes Sohn sein k\u00f6nne. Jesus wollte sich keinesfalls auf die gleiche Stufe stellen wie ein Richter. Im Gegenteil, er wollte sich gerade anhand dieses Bezugs abheben von menschlichen Richtern. Er wollte damit den Juden eine Br\u00fccke bauen, um sein Recht auf seinen g\u00f6ttlichen Anspruch zu erkl\u00e4ren. Genauso wenig, wie uns der Psalm sagen will, dass alle Richter tats\u00e4chlich G\u00f6tter sind, will uns Jesus hier sagen, dass er nur ein Mensch sei wie jene Richter, auch wenn es auf den ersten Blick so erscheint. Zu erkennen ist dies nicht zuletzt auch daran, dass die Juden ihn nun abermals ergreifen und steinigen wollten. Offensichtlich hatte Jesu Erkl\u00e4rung nicht dazu gef\u00fchrt, dass der Vorwurf der Gottesl\u00e4sterung abgeschw\u00e4cht worden war. &nbsp;Wir sehen also, diese Stelle im Johannesevangelium, die insbesondere von Zeugen Jehovas verwendet wird, um die Gottheit Jesu zu bestreiten, eignet sich nicht daf\u00fcr, eine lediglich willensm\u00e4\u00dfge Identit\u00e4t Jesu mit Gott herzuleiten und seinen Anspruch auf sein g\u00f6ttliches Wesen zu widerlegen. Der Gesamtkontext und das gesamte Evangelium von Johannes sprechen hier eindeutig dagegen. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Gottessohnschaft bei Markus:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Das Verh\u00f6r vor dem Hohen Rat wurde bereits erw\u00e4hnt und ausf\u00fchrlich dargestellt. Wir wollen nun zu einer weiteren wichtigen geschilderten Begebenheit in der Erz\u00e4hlung \u00fcber Jesus bei Markus kommen. Es geht um die Schilderung der Taufe Jesu durch Johannes den T\u00e4ufer. Hier berichtet das Markusevangelium: \u201eEs geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen.\u201c Im mutma\u00dflich \u00e4ltesten Evangelium taucht das Bekenntnis zur Sohnschaft Gottes im ersten Kapitel auf. Markus war es genauso wie den anderen Evangelisten wichtig zu sagen, dass Jesus den Titel der Gottessohnschaft nicht aufgrund einer eigenen Aussage tr\u00e4gt, sondern aufgrund einer von Gott h\u00f6chstpers\u00f6nlich geoffenbarten Autorisierung in Form einer Stimme vom Himmel. Jesus hat sich den Titel nicht selbst gegeben. Gott selbst hat ihn als seinen Sohn bezeugt. Der gleiche Vorgang wiederholt sich auf dem Berg der Verkl\u00e4rung in Kapitel 9. Auch hier geschieht eine Stimme vom Himmel, die sagt: \u201eDas ist mein lieber Sohn; den sollt ihr h\u00f6ren!\u201c&nbsp; Im Kapitel 3 berichtet Markus in Vers 11: \u201eUnd wenn ihn die unreinen Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder und schrien: Du bist Gottes Sohn!\u201c &nbsp;Warum spricht Markus hier fortw\u00e4hrend vom Sohn Gottes. Der Titel des Gottessohnes scheint ihm zumindest wichtig gewesen zu sein, was auch ein liberaler Theologe nicht bestreiten w\u00fcrde. Wieso ist es hier aber nicht denkbar, dass es tats\u00e4chlich so passiert ist? Spr\u00e4chen nicht die Parallelstellen in den anderen Evangelien (Taufe, Verkl\u00e4rung ) auch daf\u00fcr, dass es sich hier um authentische Berichte von tats\u00e4chlich Geschehenem handelt? Um dies noch besser zu pr\u00fcfen, wollen wir uns nun mit der Frage besch\u00e4ftigen, wer der Markus war, der das nach ihm benannte Evangelium geschrieben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer war der Verfasser des 2. Evangeliums?<\/p>\n\n\n\n<p>Nach altkirchlicher \u00dcberlieferung ist der Verfasser des zweiten Evangeliums der im NT \u00f6fter erw\u00e4hnte Johannes Markus. Aus Apg.12,12 erfahren wir, dass das Haus seiner Mutter eine Versammlungsst\u00e4tte der jungen Jerusalemer Gemeinde war, also ein Ort, an dem die Zeugen der Taten Jesu ein und aus gingen. Markus hatte also mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit unmittelbaren Kontakt zu den Aposteln. Das geistliche Leben der Urgemeinde und die Gespr\u00e4chsthemen waren von den Erz\u00e4hlungen der Gro\u00dftaten Gottes gepr\u00e4gt. Als Informanten dienten nicht irgendwelche sekund\u00e4ren Quellen, sondern die Augen- und Ohrenzeugen selbst. Wir k\u00f6nnen also davon ausgehen, dass das Markusevangelium authentische Erz\u00e4hlungen widerspiegelt. Es kommt allerdings noch ein zweiter Aspekt dazu: Nach dem Zeugnis der alten Kirche war Markus der Dolmetscher des Petrus. So liegt es nahe, dass der Dolmetscher die Reden, Predigten und Berichte des Petrus auch schriftlich in griechischer Sprache niedergeschrieben hat. Spuren dieser engen Verbindung finden sich im Markusevangelium selbst und im Petrusbrief. (Aus moderne Theologie unter der Lupe von Ernst Lerle): <em>\u201eEine solche Spur ist in Markus 1,29.35f. enthalten. Dort lesen wir, dass in einer bestimmten Situation vier M\u00e4nner unterwegs waren: Simon, Andreas, Jakobus und Johannes. Vom n\u00e4chsten Morgen berichtet Markus, dass Simon mit denen, die bei ihm waren, Jesus nachgeeilt ist, Solche Aussagen kommen dann zustande, wenn einer von den vieren berichtet, er sei an jenem Morgen mit den anderen unterwegs gewesen. Bei der Umformung von Zeugenaussagen in einen Bericht wird dann an die Stelle der ersten Person, in der ein Zeuge spricht, die dritte Person gesetzt.\u201c<\/em> &nbsp;Eine weitere Spur findet sich im Petrusbrief, wo Petrus diesen Markus als seinen Sohn bezeichnet. 1.Petrus 5,13. Es gr\u00fc\u00dft Euch aus Babylon (= Rom) die Gemeinde, die mit euch auserw\u00e4hlt ist und mein Sohn Markus.&nbsp; Markus war demnach mit Petrus zusammen in Rom, was das Gesagte nochmal unterstreicht. Wenn wir also wissen wollen, inwieweit das Markusevangelium tats\u00e4chlich Erlebtes wiedergibt, dann m\u00fcssen wir nochmal bei Petrus pr\u00fcfen, welche Inhalte ihm wichtig sind. Wir k\u00f6nnen annehmen, dass Markus nicht die Lehre und die Inhalte der Predigt von Petrus nach eigenem Gutd\u00fcnken manipuliert hat. Daf\u00fcr betrachten wir nun die ber\u00fchmte Stelle aus dem 2. Petrusbrief ab Vers 16. \u201eDenn wir sind nicht ausgekl\u00fcgelten Fabeln gefolgt, als wir euch kundgetan haben die Kraft und das Kommen unseres Herrn Jesus Christus; sondern wir haben seine Herrlichkeit mit eigenen Augen gesehen. Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der gro\u00dfen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. <strong>&nbsp;Und diese Stimme haben wir geh\u00f6rt vom Himmel kommen, als wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge.\u201c<\/strong>Insbesondere mit dem Satz in Vers 18 betont Petrus, dass der Titel des Sohnes kein theologisch reflektierter Titel war, sondern der Titel, den Gott selbst Jesus bei der Verkl\u00e4rung gegeben hat. Um den Kreis zu schlie\u00dfen, k\u00f6nnen wir also festhalten, dass Markus, wenn er vom Sohn Gottes spricht, auf pers\u00f6nliche, authentische Berichte von Petrus, der selbst Historizit\u00e4t f\u00fcr seine Aussagen beansprucht (keine Mythen) zur\u00fcckgreift. Es d\u00fcrfte schwer sein, trotzdem von gutmeinenden theologisch manipulierten Texten auszugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nimmt man den Bericht vom Hohen Rat mit dazu, so k\u00f6nnen wir festhalten, dass auch Markus, der sich in seinem Evangelium an den Berichten und der Lehre von Petrus orientiert hat, selbstverst\u00e4ndlich von der Gottessohnschaft Jesu ausgegangen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Lukas und im Matth\u00e4usevangelium finden wir neben den klassischen Stellen- Taufe und Verkl\u00e4rung sowie Verh\u00f6r vor Kaiphas noch die Geburtsgeschichte Jesu, die wie kein anderer Bericht die Gottessohnschaft Jesu zum Ausdruck bringt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sieht es nun in den Briefen aus?<\/p>\n\n\n\n<p>Hier gibt es eine ganze Reihe von Stellen, die Jesus als Gott bzw. als Gottes Sohn bezeichnen .<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6m. 9,5: \u201e\u2026denen auch die V\u00e4ter geh\u00f6ren und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch, der da ist Gott \u00fcber alles, gelobt in Ewigkeit. Amen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im griechischen Urtext ist hier wohl schwer zu entscheiden, ob der Lobpreis am Ende auf Christus bezogen ist (\u201eder da ist Gott\u2026\u201c ) oder auf Gott (\u201eGott, der da \u00fcber allem ist, sei gelobt\u201c). Die 2. Variante wird von manchen Auslegern vorgezogen, weil sie der liturgischen Tradition des Judentums entspricht. In Zusammenschau mit den folgenden Stellen im NT ist allerdings auch die 1.Variante zwanglos m\u00f6glich. Die Schreiber der neutestamentlichen Briefe haben Jesus zweifelsfrei als Gott angesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Tit 2,13: \u201e\u2026, indem wir erwarten die gl\u00fcckselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres gro\u00dfen Gottes und Heilandes Jesus Christus \u2026 .\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>2.Petr.1,1:&nbsp;\u201eSimon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an alle, die mit uns denselben kostbaren Glauben empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilands Jesus Christus: Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und Jesu, unseres Herrn!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Jud:1,4: \u201e\u2026 und verleugnen unsern alleinigen Herrscher-Gott und Herrn Jesus Christus.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den zuletzt genannten 3 Stellen k\u00f6nnte jemand einwenden, es m\u00fcsse nicht als Apposition (n\u00e4here Bestimmung eines Substantives. Bsp.: Karl der Gro\u00dfe) verstanden werden, sondern als Aufz\u00e4hlung von 2 verschiedenen Elementen. In 2.Petrus 1,1 w\u00fcrde es bedeuten: Einerseits geschehe der Wunsch durch Gott, andererseits durch Jesus. Gott und Jesus m\u00fcssten hier nicht als identisch verstanden werden. Dies ist aber nach der griechischen Grammatik eindeutig nicht m\u00f6glich. Roger Liebi verweist hier auf die Granville Sharps Rule: <em>\u201eSharps Rule ist konsequent stimmig in originalen griechischen Texten, die keine \u00dcbersetzungen darstellen:<\/em> <em>Zwei Nomen (A und B), die sich auf Personen beziehen, keine Eigennamen und keine Ordinalzahlen, in der Einzahl stehen und mit \u201eund\u201c verbunden sind, wobei der bestimmte Artikel nur vor dem ersten steht, <\/em>sind als gleich anzusehen<em> (A = B) .\u201c<\/em> Das hei\u00dft also, die Texte der zuletzt genannten drei Verse k\u00f6nnen nur in der Weise \u00fcbersetzt werden, wie sie oben aufgef\u00fchrt sind. Jesus ist gleichzeitig Gott.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schreiber des Hebr\u00e4erbriefes widmet gleich das gesamte erste Kapitel der G\u00f6ttlichkeit Jesu<\/p>\n\n\n\n<p>Heb.1,8: \u201e<em>Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen, aber von dem Sohn <\/em>(Psalm 45,7-8):<em> Gott, dein Thron w\u00e4hrt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.\u201c<\/em> und Vers 10ff:&nbsp; <em>\u00bbDu, Herr, hast am Anfang die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk. 11&nbsp;Sie werden vergehen, du aber bleibst. Und sie werden alle veralten wie ein Gewand; 12&nbsp;und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufh\u00f6ren.\u00ab<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>1.Joh 5,20: \u201eWir wissen aber, dass der Sohn Gottes gekommen ist und uns Einsicht gegeben hat, damit wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohn Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>1.Joh.4,14: \u201eUnd wir haben gesehen und bezeugen, dass der Vater den Sohn gesandt hat als Heiland der Welt. 15&nbsp;Wer nun bekennt, dass Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibt Gott und er in Gott.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Phil.2,6f: \u201e\u2026, der in Gestalt Gottes war und es nicht f\u00fcr einen Raub hielt, Gott gleich zu sein. &nbsp;Aber er ent\u00e4u\u00dferte sich und nahm Knechtsgestalt an, indem er den Menschen gleich geworden ist, und der Gestalt nach wie ein Mensch befunden\u2026\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit diesen Versen zitiert Paulus einen urchristlichen Hymnus, in dem der Weg des Gottessohnes aus der himmlischen Herrlichkeit in die Niedrigkeit des Menschseins bis zur \u00e4u\u00dfersten Tiefe des Todes am Kreuz beschrieben wird.<\/p>\n\n\n\n<p>R\u00f6m,1,3: \u201e\u2026von seinem Sohn, Jesus Christus unsern Herrn, der geboren ist aus dem Geschlecht Davids nach dem Fleisch, der eingesetzt ist als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geist, der da heiligt, durch die Auferstehung von den Toten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Diesen Vers nimmt man in der liberalen Theologie zum Anlass, zu behaupten, dass Jesus erst nach der Auferstehung zum Sohn Gottes wurde. Er sei zwar als normaler Mensch von Maria und Josef gezeugt worden aber erst in Reflexion \u00fcber die Auferstehung- also quasi r\u00fcckwirkend- als Sohn Gottes inthronisiert worden. Diese Sichtweise ist aus 2 Gr\u00fcnden abzulehnen. 1.Sie widerspricht der Christushymne im Philipperbrief, in der die Pr\u00e4existenz eindeutig zur Geltung kommt. Sie widerspricht s\u00e4mtlichen oben genannten Zeugnissen in den Evangelien, in denen zahlreiche vor\u00f6sterliche Hinweise auf die Gottessohnschaft auftauchen. Man m\u00fcsste diese alle als Manipulationen ansehen. 2. Es gibt eine bessere Auslegung der genannten Stelle: Paulus wollte damit nicht sagen, dass Jesus erst mit Ostern zum Sohn Gottes wurde. Er wollte damit sagen, dass Jesus als Gottes Sohn zun\u00e4chst in fleischlicher Schwachheit lebte. Seine Herrlichkeit war noch verdeckt, damit er f\u00fcr uns Bruder sein und f\u00fcr uns leben und sterben konnte, dann aber wurde er durch Ostern Sohn Gottes in Kraft. Die Betonung liegt hier auf -in Kraft! Durch die Auferstehung hat er die Sohnschaft nicht erst erlangt, sondern ein f\u00fcr alle Mal in seiner vollen Dimension bewiesen. Mit der Auferstehung hat er seine ewige Gottheit best\u00e4tigt und besiegelt. Nun gibt es keinen Zweifel mehr: Jesus ist der ewige Gottessohn. &nbsp;Vor Ostern: Sohn Gottes in Schwachheit- nach Ostern: Sohn Gottes in Kraft. Das war die Botschaft, die Paulus wichtig war, um auch den Gl\u00e4ubigen zu ermutigen trotz Schwachheit im Fleisch schon jetzt aus der Kraft Gottes zu leben. 2. Kor. 13,4.: \u201eDenn wenn er auch gekreuzigt wurde in Schwachheit, so lebt er doch aus Gottes Kraft. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so werden wir doch mit ihm leben aus der Kraft Gottes f\u00fcr euch.\u201c&nbsp; Die von der liberalen Theologie hier propagierte Auff\u00e4lligkeit ergibt sich nur aus ihrem vorgefertigten Schema der Interpretation.<\/p>\n\n\n\n<p>Hebr\u00e4er 1 ist eine Zusammenfassung des bisher Gesagten. Ich will deshalb das ganze 1. Kapitel hier auff\u00fchren. Es ist gespickt mit Aussagen, die jeglichen Zweifel an der g\u00f6ttlichen Identit\u00e4t Jesu verstummen lassen:<\/p>\n\n\n\n<p>1&nbsp;Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat zu den V\u00e4tern durch die Propheten, 2&nbsp;hat er zuletzt in diesen Tagen zu uns geredet <strong>durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben \u00fcber alles, durch den er auch die Welten gemacht hat. <\/strong>3&nbsp;Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines Wesens und tr\u00e4gt alle Dinge mit seinem kr\u00e4ftigen Wort und hat vollbracht die Reinigung von den S\u00fcnden und hat sich gesetzt zur Rechten der Majest\u00e4t in der H\u00f6he 4&nbsp;und ist so viel h\u00f6her geworden als die Engel, wie der Name, den er ererbt hat, h\u00f6her ist als ihr Name.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Sohn h\u00f6her als die Engel<\/p>\n\n\n\n<p>5&nbsp;Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): \u00bb<strong>Du bist mein Sohn<\/strong>, heute habe ich dich gezeugt\u00ab? Und wiederum (2. Samuel 7,14): \u00bbIch werde sein Vater sein und er wird <strong>mein Sohn<\/strong> sein\u00ab? 6&nbsp;Und abermals, wenn er den Erstgeborenen einf\u00fchrt in die Welt, spricht er (Psalm 97,7): \u00bbUnd es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.\u00ab 7&nbsp;Von den Engeln spricht er zwar (Psalm 104,4): \u00bbEr macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen\u00ab, 8&nbsp;aber <strong>von dem Sohn<\/strong> (Psalm 45,7-8): \u00bb<strong>Gott<\/strong>, dein Thron w\u00e4hrt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches. 9&nbsp;Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehasst die Ungerechtigkeit; darum hat dich, <strong>o Gott<\/strong>, dein Gott gesalbt mit Freuden\u00f6l wie keinen deiner Gef\u00e4hrten.\u00ab 10&nbsp;Und (Psalm 102,26-28): \u00bb<strong>Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegr\u00fcndet, und die Himmel sind deiner H\u00e4nde Werk.<\/strong> 11&nbsp;Sie werden vergehen, du aber bleibst. Und sie werden alle veralten wie ein Gewand; 12&nbsp;und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand werden sie gewechselt werden. <strong>Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht aufh\u00f6ren<\/strong>.\u00ab 13&nbsp;Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt (Psalm 110,1): \u00bbSetze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel unter deine F\u00fc\u00dfe lege\u00ab? 14&nbsp;Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?<\/p>\n\n\n\n<p>Jede Eigenschaft Gottes, jeder alttestamentliche Vers, der hier aufgef\u00fchrt ist, wird vom Schreiber des Hebr\u00e4erbriefes v\u00f6llig unaufgeregt und selbstverst\u00e4ndlich dem Sohn Gottes zugeschrieben, zwar in Abgrenzung zu den Engeln, aber trotzdem in seiner ganzen Tiefe der Bedeutung der Person Jesu Christi. Der Hebr\u00e4erbrief befindet sich hier in v\u00f6lliger \u00dcbereinstimmung mit dem Johannesevangelium. Wenn es stimmen w\u00fcrde, dass Jesus erst mit der Auferstehung zum Sohn Gottes wurde, dann d\u00fcrfte hier nicht von der Weltsch\u00f6pfung durch den Sohn oder von der Ewigkeit des Bestehens seines Thrones die Rede sein. Nat\u00fcrlich w\u00fcrde hier ein liberaler Theologe einwenden, dass die paulinische Theologie, in der Jesus erst mit der Auferstehung inthronisiert wurde, \u00e4lter ist als der Hebr\u00e4erbrief und das Johannesevangelium. Die Vorstellung von der ewigen Gottessohnschaft Jesu habe sich in den Urgemeinden erst nach und nach entwickelt und werde erst hier im Hebr\u00e4erbrief in seiner vollen Tragweite reflektiert. Alle Hinweise in den Evangelien auf die vor\u00f6sterliche Gottessohnschaft Jesu (Taufe Jesu, Verkl\u00e4rung Jesu, Geburtsgeschichten usw. siehe oben) m\u00fcssten demnach j\u00fcngeren Datums sein. Dies ist allerdings eine Sichtweise, die nur in einem geschlossenen System, in dem es keine \u00fcbernat\u00fcrlichen Wirkungen und somit auch keine \u00fcbergeistige Offenbarungen gibt, einigerma\u00dfen stichhaltig ist. Genauso gut kann ich den Spie\u00df auch umdrehen. Wir hatten uns in vorausgehenden Kapiteln mit der fortschreitenden Offenbarung, die in Jesus seinen H\u00f6hepunkt und vorl\u00e4ufigen Zielpunkt erreicht hatte, besch\u00e4ftigt. K\u00f6nnte es nicht auch so verstanden werden, dass die Tiefe der Aussagen und Geschehnisse um Jesus tats\u00e4chlich erst im Laufe der ersten Jahrzehnte nach Jesu Himmelfahrt erkannt wurde. Das bedeutet aber nicht, dass alle Ereignisse in den Evangelien, in denen die Gottessohnschaft zum Ausdruck gebracht wird, nicht tats\u00e4chlich geschehen sind und nur reflektierte Legenden sind. Sie k\u00f6nnen trotzdem geschehen sein, die ganze Dimension der Bedeutung dieser Geschichten ist aber erst sp\u00e4ter von den Aposteln insbesondere auf dem Hintergrund des gr\u00f6\u00dften Wunders der damaligen Geschichte, der Auferstehung, erfasst worden. Diese Sichtweise w\u00fcrde der wunderfreien Sichtweise der liberalen Theologen in keiner Weise nachstehen. Trotzdem will ich aber nochmal betonen, dass die These, die Gottessohnschaft Jesu habe sich erst im Laufe der Zeit entwickelt, nicht bewiesen werden kann. Wie wir bisher gesehen haben, gibt es sehr viele Anhaltspunkte daf\u00fcr, dass die Berichte um die Jungfrauengeburt und die Berichte \u00fcber Jesu Anspruch, Gottes Sohn zu sein, authentisch sind und nicht nur theologische Erfindungen oder nur Glaubenswahrheiten ohne historische Verankerung. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt weitere Hinweise auf Jesu g\u00f6ttliches Selbstverst\u00e4ndnis. &nbsp;Nach alttestamentlichem Verst\u00e4ndnis geb\u00fchrt allein Gott Anbetung. Einen Menschen anzubeten w\u00e4re gottesl\u00e4sterlich. Jesus lie\u00df sich aber anbeten. W\u00e4hrend Petrus eine Anbetung durch den Hauptmann, Kornelius ablehnt mit den Worten: \u201eSteh auf, ich bin auch nur ein Mensch\u201c (Apg. 10,25-26), l\u00e4sst sich Jesus an mehreren Stellen anbeten. Matth.8,2 (Leprakranker) Joh. 9,38. \u201eEr aber sprach: Herr, ich glaube. Und er betete ihn an.\u201c Matth:14,33: \u201eDie aber im Boot waren, fielen vor ihm nieder und sprachen: Du bist wahrhaftig Gottes Sohn!\u201c Joh. 20,27: \u201eThomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!\u201c Im Gegensatz zu reinen Menschen l\u00e4sst sich Jesus ohne weiteres anbeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommen wir noch auf eine sehr interessante Bezeichnung, die Jesus selbst f\u00fcr sich immer wieder verwendet: Menschensohn. Auf den ersten Blick scheint diese Bezeichnung nicht auf seine g\u00f6ttliche Herkunft gem\u00fcnzt zu sein. Ich kann mich gut daran erinnern, wie wir im Religionsunterricht \u00fcber diese Selbstbezeichnung Jesu diskutiert haben. Das Ergebnis war damals, es bedeute einfach Mensch ganz in \u00dcbereinstimmung mit der aram\u00e4ischen Sprache Jesu, in der es auch einfach Mensch bedeutet. Wollte hier Jesus einfach nur sein Menschsein und seine N\u00e4he zu den Menschen ausdr\u00fccken? Auffallend ist allerdings, dass im Griechischen des NT dieser Ausdruck nicht mit Mensch wiedergegeben wird, sondern mit Menschensohn. Bei n\u00e4herer Betrachtung erschlie\u00dft sich einem ein interessanter Zusammenhang. Im AT erscheint dieser Begriff in Daniel 7,13. Daniel sieht hier in einer Vision einen, der mit den Wolken des Himmels (= g\u00f6ttliche Herkunft) wie eines Menschen Sohn zu dem gelangt, der uralt war (Gott). Mit der Formel <em>&#8222;mit den Wolken des Himmels&#8220;<\/em> brachte man eine g\u00f6ttliche Herkunft zum Ausdruck. Es kommt also Gott zu Gott. Die Stelle, an der sich Jesus unzweideutig auf die Danielstelle bezieht, haben wir bereits kennengelernt. Es ist Jesu Verh\u00f6r vor Kaiphas, dem Hohen Rat. Jesus bezeichnet sich immer wieder als der Menschensohn. In Verbindung mit der Danielstelle bleibt kein Zweifel, dass Jesus mit der Bezeichnung auf seine g\u00f6ttliche Herkunft anspielt und die Schreiber des griechischen NT das erkannt hatten. Dazu Gerhard Maier: \u201e <em>Jesus hat also Dan7,13 verbindlich ausgelegt: Er selber ist der Menschensohn<\/em>\u201c. Und zwar bezeichnet ihn dieser Titel <em>\u201e\u2026 zugleich als Gott, eben als die g\u00f6ttliche Gestalt, von der Dan 7,13 spricht.\u201c&nbsp; &nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es g\u00e4be noch zahlreiche weitere Bibelstellen, die Jesu Anspruch auf G\u00f6ttlichkeit indirekt zeigen. Es sind zahlreiche indirekte Anspr\u00fcche, die Jesus \u00e4u\u00dferte. Vor allem aber: Alle Attribute, die im AT ausschlie\u00dflich Gott zugeschrieben werden, \u00fcbernimmt Jesus im NT. Um nur wenige Beispiele zu nennen: Retter,  Licht, Hirte, Vater,S\u00e4mann, Br\u00e4utigam, Fels, Herr der Ernte, Weinbergbesitzer,  (Ps 23 und Joh. 10) und nicht zuletzt Herr. Von den 52 Gleichnissen, die uns von Jesus berichtet werden, stellen 20 ihn selbst in der Bildsprache dar, die das Alte Testament typischerweise nur auf Gott den Vater bezog. (nach Dr. Philip Payne,Theologe, Cambridge)<\/p>\n\n\n\n<p>Ein letzter Punkt darf hier nicht fehlen: Es ist das Recht und die Macht, S\u00fcnden zu vergeben, die eigentlich nur Gott hat. In Markus 2,7 hei\u00dft es: \u201eWie redet der so? Er l\u00e4stert Gott! Wer kann S\u00fcnden vergeben als Gott allein?\u201c Wir kennen alle die Geschichte des Gichtbr\u00fcchigen, f\u00fcr den seine Freunde das Dach aufdecken, um zu Jesus durchzudringen. Hier fragt Jesus, was leichter sei- zu sagen: \u201eDir sind deine S\u00fcnden vergeben\u201c oder zu sagen: \u201eSteh auf und geh umher.\u201c Beide S\u00e4tze sind einfach, doch wenn sie entsprechende Auswirkungen haben sollen, dann geht das nur mit g\u00f6ttlicher Macht und Autorit\u00e4t. Jesus heilt den Gichtbr\u00fcchigen, um zu zeigen, dass er auch die Vollmacht besa\u00df, auch die Ursache f\u00fcr das Leid zu beseitigen, n\u00e4mlich die S\u00fcnde. Auch hier zeigt sich zum wiederholten Mal, dass Jesus der Gottesl\u00e4sterung bezichtigt wurde, weil er g\u00f6ttliche Autorit\u00e4t beanspruchte. Um einem Missverst\u00e4ndnis vorzubeugen: Jesus vergab nicht nur die gegen ihn begangenen S\u00fcnden, sondern auch die S\u00fcnden der Menschen untereinander, die eigentlich nur Gott vergeben kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem ich nun zahlreiche innerbiblische Kriterien f\u00fcr die Authentizit\u00e4t der Hohheitsaussagen von Jesus dargestellt habe , m\u00f6chte ich im Folgenden noch auf einige geschichtswissenschaftliche Indizien f\u00fcr die Historizit\u00e4t dieser Anspr\u00fcche eingehen. Wenn Jesus in den Evangelien als Gottes Sohn oder Messias bezeichnet wird, dann sind das in den meisten F\u00e4llen Aussagen von anderen \u00fcber Jesus.  Jesus sebst bezeichnet sich selten direkt als Gottes Sohn. Gleichzeitig verpflichtet Jesus die J\u00fcnger an mehreren Stellen zum Stillschweigen \u00fcber diese Begebenheiten. Warum also diese Zur\u00fcckhaltung oder diese Verschwiegenheit, die man in der Theologie auch als das messianische Geheimnis bezeichnet. Dies wird von liberalen Theologen zum Anlass genommen, zu behaupten, dass Jesus diese Hohheitstitel nicht wollte bzw. ablehnte. Erst nach Jesu Auferstehung habe man ihm diese Titel zunehmend untergeschoben. Dies ist allerdings eine Behauptung, die nur auf den ersten Blick plausibel erscheint, wenn \u00fcberhaupt. Um Jesu Zur\u00fcckhaltung zu verstehen, sollte man sich zun\u00e4chst nochmal vor Augen f\u00fchren, was die Behauptung, Gottes Sohn oder der Messias zu sein im damaligen Umfeld bedeutete. Das Judentum ist eine streng monotheistische Religion. Au\u00dferdem gabe es schon damals immer wieder M\u00e4nner, die behauptet hatten, der ersehnte Messias zu sein, bevor sie sich als fromme oder politische Verf\u00fchrer entpuppten. Was w\u00fcrde man also erwarten von einem Menschen, der solche Behauptungen aufstellte. Weder die frommen Juden der damaligen Zeit noch die R\u00f6mer als Besatzungsmacht in Pal\u00e4stina konnten solche Behauptungen akzeptieren, insbesondere wenn diese Behauptungen Anh\u00e4nger im Volk fanden. F\u00fcr Juden war es Gottesl\u00e4sterung, von einem Sohn Gottes zu sprechen und die R\u00f6mer bef\u00fcrchteten Unruhen durch einen aufstrebenden Messias. Solche Behauptungen zogen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter  das sichere Todesurteil nach sich, was sich ja in Jesus bewahrheitet hat. Das messianische Geheimnis hatte also seinen Grund im theologischen Umfeld und in der politischen Situation der damaligen Zeit. Jesus sagte auch immer wieder, seine Zeit sei noch nicht gekommen. Das hei\u00dft, er mu\u00dfte in seiner 3-j\u00e4hrigen Wirkungsphase zur\u00fcckhaltend sein mit Aussagen, die seine G\u00f6ttlichkeit unterstrichen, sonst w\u00e4re ihm vermutlich viel fr\u00fcher die Wirkungsm\u00f6glichkeit entzogen worden. Gleichzeitig war es ihm aber wichtig, seine G\u00f6ttlichkeit durch vielf\u00e4ltige indirekte Anspielungen in Form von Gleichnissen oder Bildern (siehe oben)und in Form zahlreicher Wunder zum Ausdruck zu bringen. Ihm und den Menschen damals musste genauso wie uns heute klar gewesen sein, dass seine g\u00f6ttliche Autorit\u00e4t nicht in erster Linie durch eine verbale Behauptung sondern nur durch Taten \u00fcberzeugen konnte. Dieser Sachverhalt kommt sehr sch\u00f6n in Johannes 10 zur Geltung, wo Jesus zu den kritischen Juden sagt, wenn sie schon seinen Worten nicht glauben wollten, so sollten sie doch wenigstens seinen Werken glauben. Daran k\u00f6nnten sie erkennen, wer er wirklich sei. Direkte Aussagen von Jesus zu seiner G\u00f6ttlichkeit sind selten, indirekte Anspielungen h\u00e4ufig. Psychologisch ist es auch effektiver, eine Erkentnis langsam in den K\u00f6pfen der Menschen wachsen zu lassen, als sie durch eine direkte Aussage vor den Kopf zu sto\u00dfen. In der Geschichte von Jesus und der Samariterin f\u00fchrt Jesus sie langsam hin zu der Erkentnis, dass er der Messias sei (Joh.4).  Zu allem bisher Gesagten w\u00fcrde auch passen, dass er, als die Zeit gekommen war, bei seiner Verurteilung vor dem Hohen Rat und vor Pilatus seine Zur\u00fcckhaltung aufgibt und seine G\u00f6ttlichkeit nun eindeutig bezeugt. Nach meiner Einsch\u00e4tzung ist das eine deutlich glaubhaftere Erkl\u00e4rung f\u00fcr seine Zur\u00fcckhaltung als eine nach\u00f6sterliche Entwicklung. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei genauer Betrachtung ist das messianische Geheimnis eher ein Argument f\u00fcr die Historizit\u00e4t der Hohheitstitel von Jesus. Bei einer nach\u00f6sterlichen Entwicklung h\u00e4tte man die Aussagen Jesu zu seiner G\u00f6ttlichkeit und seiner Messianit\u00e4t viel st\u00e4rker betont. Dazu schreibt der Theologieprofessor, Rainer Riesner: <em>&#8222;Gerade die Art, wie nur verh\u00fcllt und geheimnisvoll auf die Messianit\u00e4t Jesu hingewiesen wird, ist ein starkes Argument gegen die Ableitung aus der urchristlichen Gemeinde. Sie h\u00e4tte die Hoheitsaussagen sicher deutlicher hervorgehoben und ihre Schriftbez\u00fcge klarer herausgearbeitet.&#8220; (aus Rainer Riesner, Jesus als Lehrer)<\/em> Die Evangelienschreiber haben eben ihre Berichte nicht friesiert. Sie haben versucht, es so aufzuschreiben, wie es ihnen \u00fcberliefert wurde oder wie sie es im Falle von Johannes und Matth\u00e4us selbst erlebt haben. <\/p>\n\n\n\n<p>Nun zu einigen weiteren Indizien:<\/p>\n\n\n\n<p>Die nun folgenden Informationen habe ich aus einem Youtube-Vortrag (glaubendenken: -Wahrer Gott, Jesu Selbstverst\u00e4ndnis als ultimative Herausforderung- von Dr. Fabian Grassl, einem Religionsphilosophen, entnommen. In der historischen Forschung gibt es einige Kriterien, die f\u00fcr die Echtheit historischer Berichte sprechen.  Diese k\u00f6nnen wir auch an den Texten des NT bzw. auch an den Texten, die Hoheitsaussagen Jesu enthalten, anlegen. Ich m\u00f6chte dies am Beispiel des Petrusbekenntnisses durchf\u00fchren.(Mk 8,27-30), Mt 16,13-20 Lk 9,18-21; Joh.6,67-69) Da ist zun\u00e4chst das Kriterium der fr\u00fchen und unabh\u00e4ngigen Quellen. Dieses Kriterium ist beim Petrusbekenntnis erf\u00fcllt. Das Markusevangelium als das mutma\u00dflich \u00e4lteste Evangelium und das Johannes-Evangelium beruhen auf voneinander unabh\u00e4ngigen Quellen. In beiden Evangelien bekennt Petrus, dass Jesus der Sohn Gottes ist. Dies spricht f\u00fcr die Authentizit\u00e4t der Geschichte. Wenn also der Hoheitstitel in 2 unabh\u00e4ngigen Quellen genannt wird und eine Quelle noch als sehr fr\u00fch gilt, dann spricht dies sehr stark daf\u00fcr, dass diese Erz\u00e4hlungen keine nachtr\u00e4glichen &#8222;Ver\u00e4nderungen&#8220; darstellen. Ein 2.Kriterium, das die Wahrscheinlichkeit der Echtheit der Begebenheit erh\u00f6ht, ist der Kontext. Eine \u00e4hnliche Frage nach der Identit\u00e4t des Betreffenden wird auch Johannes dem Teufer gestellt. (Lk3,15f; Joh.1,19f). Auch Johannes gegen\u00fcber stellt man sich die gut nachvollziehbare Frage, wer er sei.  Man kann die Parallele bei Johannes durchaus auch als Hinweis sehen, dass eine derartige Frage nicht aus der Luft gegriffen, bzw nicht erfunden wurde, um den Hoheitstitel Jesu zu plazieren. Oder anders ausgedr\u00fcckt, Wenn sie bei Johannes gestellt wurde, dann kann sie auch bei Jesus gestellt worden sein. Ein 3. Echtheitskriterium ist das Kriterim der Besch\u00e4mung bzw. der Peinlichkeit. Unmittelbar nach dem Petrusbekenntnis k\u00fcndigt Jesus seinen Leidensweg und seinen Kreuzestod an, woraufhin Petrus ihm ins Wort f\u00e4hrt. Nun sagt Jesus zu Petrus: <em>&#8222;Geh weg von mir, Satan. Denn du meinst nicht, was g\u00f6ttlich, sondern was menschlich ist.&#8220;<\/em> Hier gilt es als unwahrscheinlich, dass dies erfunden wurde, denn welcher christliche Schreiber oder Erz\u00e4hler h\u00e4tte ein Interesse daran gehabt, Petrus in ein schlechtes Licht zu r\u00fccken, wenn es nicht wirklich so passiert w\u00e4re? Ein Kriterium, das wir auch an zahlreichen anderen Stellen sowohl im alten als auch im neuen Testament anwenden k\u00f6nnen. Schlie\u00dflich ist noch das Kriterium der Erw\u00e4hnung von theologisch unwichtigen Details zu nennen. Es wird in allen Evangelien au\u00dfer bei Lukas, der Ort genannt, wo diese Begebenheit sich abspielte- C\u00e4sarea Philippi. Auch ein starkes Indiz daf\u00fcr, dass die Evangelienschreiber konkret und tats\u00e4chlich Geschehenes wiedergeben wollten. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen also, dass es gute historische, wissenschaftliche Gr\u00fcnde gibt, anzunehmen, dass Jesus sich als Sohn Gottes und als Messias ansah. Jesu Selbstverst\u00e4ndnis war nicht weniger als es seit seiner Auferstehung vielfach bekannt und geglaubt wurde. Mehr klare Hinweise auf seine g\u00f6ttliche Herkunft kann es fast nicht geben. Jesus war nicht nur ein guter Mensch oder ein \u00fcberragender Morallehrer, den man nachtr\u00e4glich zum Sohn Gottes gemacht hatte. Nicht nur an all den faszinierenden Aussagen der genannten Bibelstellen kann man deutlich machen, dass Jesus mehr beanspruchte als ein guter Mensch zu sein. Sein ganzes Reden, alle geschilderten\u00a0 Geschehnisse, sein einzigartiges Verhalten den J\u00fcngern und den Gegnern gegen\u00fcber, seine erf\u00fcllten Zukunftsprophezeiungen , seine vollbrachten Wunder, schlie\u00dflich seine aufopferungsvolle Bereitschaft zu leiden und zu sterben sowie seine leibliche Auferstehung und nicht zuletzt die Folgen, die aus seiner Person als Ganzes entstanden und bis heute entstehen, deuten darauf hin, dass Jesus der lebendige Sohn Gottes, der verhei\u00dfene Messias ist. Man kann Jesus auch nicht intellektuell erfassen und w\u00fcrdigen, um dann zur Tagesordnung \u00fcberzugehen. Wenn man seinen Anspruch als die Wahrheit anerkennt, dann haben wir es in Jesus mit Gott selbst zu tun, dann kann es keine andere Reaktion auf diesen Anspruch geben als niederzufallen und ihn anzubeten. Dann m\u00fcssen wir den Anspruch Gottes auf unser Leben ebenfalls anerkennen und bereit sein, uns in seine Wirklichkeit mit hineinnehmen zu lassen. Das war der Sinn seines Kommens, seiner Inkarnation. Er will uns da abholen, wo wir stehn und will uns in seine heilige Gegenwart holen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>C.S. Lewis: \u201e<\/em><\/strong><em>Ich m\u00f6chte jedermann vor dem wirklich dummen Einwand bewahren, er sei zwar bereit, Jesus als gro\u00dfen Morallehrer anzuerkennen, nicht aber seinen Anspruch, Gott zu sein. Denn gerade das k\u00f6nnen wir nicht sagen. Ein Mensch, der solche Dinge sagen w\u00fcrde, wie Jesus sie gesagt hat, w\u00e4re kein gro\u00dfer Morallehrer. Er w\u00e4re entweder ein Irrer- oder der Satan in Person. Wir m\u00fcssen uns deshalb entscheiden: Entweder war -und ist- dieser Mensch Gottes Sohn oder er war ein Narr oder Schlimmeres. Wir k\u00f6nnen ihn als Geisteskranken einsperren, wir k\u00f6nnen ihn verachten oder als D\u00e4mon t\u00f6ten. Oder wir k\u00f6nnen ihm zu F\u00fcssen fallen und ihn Herr und Gott nennen. Aber wir k\u00f6nnen ihn nicht mir g\u00f6nnerhafter Herablassung als einen gro\u00dfen Lehrer der Menschheit bezeichnen. Das war nie seine Absicht; diese M\u00f6glichkeit hat er uns nicht offengelassen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>C.S.Lewis: <\/em><\/strong><em>\u201eDie Historiker stehen vor einem gro\u00dfen Problem, wenn sie f\u00fcr das Leben, die Aussagen und den Einfluss Jesus eine Erkl\u00e4rung finden sollen, die nicht schwerer ist als die christliche. Die Diskrepanz zwischen der Tiefe, der Vern\u00fcnftigkeit und (lassen Sie mich hinzuf\u00fcgen) dem Scharfsinn seiner Morallehre einerseits und dem z\u00fcgellosen Gr\u00f6\u00dfenwahn andererseits, der seiner Theologie zugrundeliegen m\u00fcsste, wenn er nicht wirklich Gott w\u00e4re, ist niemals zufriedenstellend gekl\u00e4rt worden. Deshalb folgt eine nichtchristliche Hypothese der anderen, und alle bringen nur Verwirrung zustande.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss nun noch eine Aussage von William E: Biederwolf aus: \u201eBibel im Test\u201c: <em>\u201eWer das NT liest und nicht sieht, dass Christus mehr beansprucht, als nur ein Mensch zu sein, der kann ebenso gut zur Mittagszeit an einem wolkenlosen Tag den Himmel absuchen, ohne die Sonne zu sehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>&nbsp;<\/em>Joh. 20,30f: <strong><em>\u201eNoch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen J\u00fcngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. &nbsp;Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr, weil ihr glaubt, das Leben habt in seinem Namen.\u201c<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Lehre von Christus ist das Zentrum des christlichen Glaubens, denn Jesus Christus ist der Ausgangspunkt, die Mitte und das Ziel der Heilsgeschichte, die in der Heiligen Schrift offenbart ist. 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Apg.4,2: \u201eUnd &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/derbibelglauben.de\/?page_id=84\" class=\"more-link\">Mehr <span class=\"screen-reader-text\">\u00fcber &#8222;Gottessohnschaft&#8220; <\/span>Lesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-84","page","type-page","status-publish","hentry"],"featured_media_urls":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/84"}],"collection":[{"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=84"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/84\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":148,"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/84\/revisions\/148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/derbibelglauben.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=84"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}