{"id":35,"date":"2022-04-02T16:42:18","date_gmt":"2022-04-02T16:42:18","guid":{"rendered":"https:\/\/martin.quitesmall.de\/?page_id=35"},"modified":"2023-07-23T14:24:39","modified_gmt":"2023-07-23T14:24:39","slug":"wunderkritik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/derbibelglauben.de\/?page_id=35","title":{"rendered":"Wunderkritik"},"content":{"rendered":"\n<p>Schon im Kapitel vorher wurde klar, dass die \u00fcbernat\u00fcrlichen Wunder in der HKT einen schweren Stand haben. Tats\u00e4chlich ist die Frage nach dem Verst\u00e4ndnis der Wunder in der Bibel der Knotenpunkt, an dem sich viele mehr oder weniger wichtige andere Fragen ergeben. Die Wunderkritik geh\u00f6rt dabei zum Kernbestand der historisch kritischen Theologie. Kein Thema hat das Verh\u00e4ltnis der Christen zur Heiligen Schrift und das Verst\u00e4ndnis der Beziehung zu Gott und zu Jesus nachhaltiger gepr\u00e4gt als die Wunderkritik. Hier entz\u00fcndet sich die gr\u00f6\u00dfte Auseinandersetzung zwischen liberalen und konservativen Christen innerhalb der Kirchen. Wer dieses Skript komplett liest, wird immer wieder feststellen, dass viele Fragen und Ausf\u00fchrungen letztlich immer wieder auf diese Frage zur\u00fcckf\u00fchren. Sind die Wunder in der Bibel tats\u00e4chlich geschehen, oder sind sie nur fiktiv? Gerade weil es eine wichtige Kernfrage ist, m\u00f6chte ich diesem Thema ein extra Kapitel widmen.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Bibel werden \u00fcberwiegend Wunder berichtet, die \u00fcbernat\u00fcrlicher Art sind. Bei manchen wenigen Wundern handelt es ich um Ereignisse, bei denen man eine nat\u00fcrliche Ursache vermuten k\u00f6nnte. Teilweise versucht man in der liberalen Theologie, alle als \u00fcbernat\u00fcrlich geschilderten Ereignisse auf nat\u00fcrliche Ursachen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Danach h\u00e4tten die Menschen damals Ereignisse als Wunder angesehen, von denen wir heute wissen, dass sie eine nat\u00fcrliche Ursache haben. (Z.B. Regenbogen). Auch heute werden von Gl\u00e4ubigen viele Wunder als von Gott gewirkt berichtet, die ein Ungl\u00e4ubiger auch als zuf\u00e4lliges nat\u00fcrliches Ereignis verstehen k\u00f6nnte. Diese im Verh\u00e4ltnis zu den \u00fcbernat\u00fcrlichen Wundern in der Bibel zu bewerten, ist zwar auch ein spannendes Thema, ist aber nicht Gegenstand meiner Ausf\u00fchrungen. Denn die meisten Wunder in der Bibel werden tats\u00e4chlich als \u00fcbernat\u00fcrliche Ereignisse geschildert, f\u00fcr die sich nur sehr schwer eine nat\u00fcrliche Ursache finden d\u00fcrfte.&nbsp; (Sch\u00f6pfung, Manna in der W\u00fcste, Noah, Sprachenverwirrung, Mose und die Plagen, Jona, leibliche Auferstehung Jesu und viele mehr). In der historisch kritischen Theologie werden Wunder vielfach nicht als historische Ereignisse angesehen. Wie dieses wunderkritische Paradigma die liberale Theologie durchzieht, m\u00f6chte ich nochmal mit einigen Kommentaren von namhaften Theologen und Philosophen zeigen:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;<em>Thomas Hobbes 1655: \u201eWhatsoever effects are hereafter to be produced, shall have necessary cause; so that all the effects that have been, or shall be produced, have their nescessity in things antecedent (De corpore , 9,5)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Voltaire: \u201eEin Wunder ist die Verletzung von mathematischen, g\u00f6ttlichen, unver\u00e4nderlichen, ewigen Gesetzen. Schon dem Begriffe nach ist ein Wunder ein Widerspruch: Ein Gesetz kann nicht zugleich unver\u00e4nderlich sein und verletzt werden.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Immanuel Kant 1783: Alles was geschieht, ist jederzeit durch eine Ursache nach best\u00e4ndigen Gesetzen vorherbestimmt.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Friedrich Schleiermacher 1829: \u201eWenn Sie den gegenw\u00e4rtigen Zustand der Wissenschaft betrachten, wie sie sich immer mehr zu einer umfassenden Weltkunde gestaltet, was ahndet Ihnen dann von der Zukunft, ich will nicht einmal sagen von der Theologie, sondern von dem evangelischen Christentum\u2026\u2026 Der Begriff des Wunders wird nicht mehr fortbestehen k\u00f6nnen\u2026. ! \u201e<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Er sagt, wer an Wundern festhalten will, kommt in einen Widerspruch zur Wissenschaft kommt in eine Blockade , er wird damit den Spott der Wissenschaft auf sich ziehen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Rudolf Bultmann 1933: \u201eDer Gedanke des Wunders als Mirakels ist f\u00fcr uns heute unm\u00f6glich geworden, weil wir das Naturgeschehen als gesetzesm\u00e4\u00dfiges Geschehen verstehen, also das Wunder als eine Durchbrechung des gesetzesm\u00e4\u00dfigen Zusammenhangs des Naturgeschehens; und dieser Gedanke ist uns heute nicht mehr vollziehbar.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Rudolf Bultmann 1949: \u201eMan kann nicht Radioapparat und elektrisches Licht benutzen und im Krankheitsfall moderne medizinische Hilfe in Anspruch nehmen und gleichzeitig noch an die Geister- und Wunderwelt der Bibel glauben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Satz Bultmanns ist ber\u00fchmt geworden. Wenn man die Geschichte der Theologie studiert, wird man an diesem Satz, den Bultmann nach dem 2.Weltkrieg geschrieben hat, nicht vorbeikommen. Bultmann war der Meinung, man m\u00fcsse dem modernen Menschen eine Br\u00fccke bauen zur Bibel, indem man die Bibel befreit von allen mythologischen Erz\u00e4hlungen. In der hessischen Universit\u00e4tsstadt Marburg gibt es eine Stra\u00dfe, die nach ihm benannt ist. Am Stra\u00dfenschild ist folgende Erkl\u00e4rung angebracht: \u201e<em>Er suchte die christliche Botschaft gegen\u00fcber dem Wahrheitsbewusstsein der Neuzeit zu verantworten.\u201c<\/em> Der Begriff der Entmythologisierung ist genauso wie der obige Satz mit dem Namen Bultmann verbunden. So hat er alle \u00fcbernat\u00fcrlichen Wunder einschlie\u00dflich der leiblichen Auferstehung und der Himmelfahrt, geleugnet. Beeinflusst von Heideggers Existentialismus wurde ihm bescheinigt, dass seine am Menschen orientierten Predigten sehr ansprechend gewesen sein sollen. Man kann zu Recht sagen, dass er neben Karl Barth einer der einflussreichsten Theologen des 20. Jahrhunderts war. Bis heute beruft man sich in Fachliteratur immer wieder auf ihn oder nimmt Bezug auf seine Theologie. Dass seine Einstellung zu Wundern ihm nicht nur Wohlwollen und Zustimmung eingebracht hat, sondern auch massive Kritik, insbesondere von evangelikaler Seite, ist verst\u00e4ndlich. Trotzdem ist sein Verm\u00e4chtnis der Entmythologisierung des neuen Testamentes bis heute wirksam. Erst vor kurzem habe ich wieder einen YouTube-Vortrag von einer Theologin zum vorliegenden Thema geh\u00f6rt, in dem sie anerkennenden Bezug nimmt auf Bultmann. Auch in einem aktuellen Kommentar bei WiBiLex , den ich weiter unten auff\u00fchre, stellen sich die Autoren auf die Seite dieses Theologen, indem sie unverkennbar auf die \u201eGeister und Wunderwelt\u201c Bultmanns anspielen.&nbsp; Prof. Klaus Berger zu Bultmann: <em>\u201eDer Einfluss der Werke von Bultmann sind bis heute m\u00e4chtig. Bis heute sind sie un\u00fcberholt und unhinterfragt Bestandteil jedes exegetischen Proseminars\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Umso mehr war ich beeindruckt, als ich vor kurzem gelesen habe, dass Bultmanns sich auf dem Sterbebett bekehrt und seine Sch\u00fcler und Studenten um Vergebung gebeten hat. Als ich das gelesen habe, bin ich vor Stauen in mich zusammengesunken. Ausgerechnet der Theologieprofessor, der die Welt durch seine Wunderkritik vom Wunderglauben befreien wollte, an dem vollzieht Gott eines der gr\u00f6\u00dften Wunder, die man sich vorstellen kann. Er bekehrt sich zum lebendigen Gott, der Wunder tun kann. Praise the Lord. Diese Nachricht sei verbrieft.&nbsp; Eine Sch\u00fclerin von ihm, Eta Linnemann, selbst Theologieprofessorin, habe mit dem Ohrenzeugen selber gesprochen. Genauere Umst\u00e4nde sind nicht bekannt. Trotzdem darf man nach meiner Einsch\u00e4tzung vermuten, dass er gesp\u00fcrt hat, wie sein Versuch, eine Br\u00fccke zu bauen, ins Gegenteil umgeschlagen hat und die Kluft zu einem pers\u00f6nlichen Gott, der Wunder in vielf\u00e4ltiger Weise tun kann, durch seine Theologie, in der er ja gelebt hat, nur gr\u00f6sser geworden ist.<\/p>\n\n\n\n<p>So radikal, wie Bultmann es zum Ausdruck brachte, formuliert man es heute kaum noch.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Gerhard Karner, zeitgen\u00f6ssischer Theologe: \u201eFundamentalistische Exegese verkennt an dieser Stelle, dass Wundererz\u00e4hlungen keine Tatsachenberichte sind und auch nicht sein wollen. In ihnen begegnet die Wirklichkeit immer schon als gedeutete Wirklichkeit.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gerhard Theissen, zeitgen\u00f6ssischer Theologe: \u201eGerade die Schilderungen der &#8222;Naturwunder&#8220; sind also Produkte theologischer Reflexion, die aus dem Glauben an den Auferstandenen das Wesen Jesu Christi zur Sprache bringen will.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Robert Funk, Gr\u00fcnder des Jesus-Seminars sagt: \u201eDer Gott des metaphysischen Zeitalters ist tot. Es gibt keinen pers\u00f6nlichen Gott au\u00dferhalb des Menschen und der materiellen Welt\u2026Die Vorstellung, dass Gott sich in die Ordnung der Natur von Zeit zu Zeit einmischt, um zu helfen oder strafen, ist nicht l\u00e4nger glaubw\u00fcrdig, auch wenn die meisten es noch glauben. Wunder sind eine Beleidigung von\u2026 Gottes Integrit\u00e4t, unbeachtet dessen, wie wir ihn verstehen. Wunder\u2026 widersprechen der Bindung des physischen Universums an Regeln\u2026 Gott bricht keine Naturgesetze.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>An den deutschsprachigen theologischen Hochschulen gibt es fast keinen evangelikalen Professor mehr. Prof. Zimmer kennt nur 2-3 von 2000. Christoph Raedel berichtet gar von einer Ekelschranke in Bezug auf evangelikale Theologie.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wibilex charakterisiert die Kritiker der Wunderkritik als Menschen<em>, \u201edie fr\u00f6hlich den Gottesdienst feiern mit Beamer an die Wand projizierten Liedern sowie Bibelspr\u00fcchen, zugleich fest an die Geister und Wunderwelt des Neuen Testamentes glauben und mit dem logischen Widerspruch zu ihrer wunderfreien Alltagserfahrung existentiell gut leben zu k\u00f6nnen glauben\u2026\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Hier ist die Wunderkritik eingepackt in eine sp\u00f6ttische Beschreibung von wundergl\u00e4ubigen evangelikalen Christen. Es ist nichts anderes als eine karikative moderne Version von Bultmanns Wunderkritik. Das abschreckende Bild vom naiven, peinlich empfundenen Wundergl\u00e4ubigen, der sich einer modernen Wissenschaftlichkeit verschlie\u00dft, ist stark verbreitet und wird auch bei Worthaus stark kolportiert. Wundergl\u00e4ubige werden in eine Schublade mit Wissenschaftsfeindlichkeit gesteckt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>In all den Kommentaren l\u00e4sst sich der Bezug zur Naturwissenschaft erkennen. Immer wieder wird betont, dass das moderne Verst\u00e4ndnis der Naturgesetzlichkeit eine Wunderkritik nahelege. Man begreift die Welt als geschlossenes Ursache-Wirkungs-System, das keine Eingriffe durch eine g\u00f6ttliche Kraft zul\u00e4sst. Jedes Ereignis ist determiniert durch ein vorausgegangenes Ereignis. In der Naturwissenschaft geht man davon aus, dass sich f\u00fcr jedes Ph\u00e4nomen eine nat\u00fcrliche Erkl\u00e4rung finden l\u00e4sst. Nicht zuf\u00e4llig ist die Wunderkritik in einer Zeit entstanden, in der die Einschl\u00e4ge der naturwissenschaftlichen Neu-Entdeckungen und des technischen Fortschritts sich massiv geh\u00e4uft haben. Nur als kleines, aber vielsagendes Beispiel sei der Blitzableiter erw\u00e4hnt, der im Jahr 1700 erfunden wurde. Man hatte nun eine nat\u00fcrliche M\u00f6glichkeit entdeckt, sich vor den Gefahren eines Gewitters zu sch\u00fctzen. Der Mensch begreift sich zunehmend als vernunftbegabtes Wesen, dass im Stande ist, sein Schicksal selbst zu bestimmen. Ohne Zweifel hat die Naturwissenschaft unter der Denkvoraussetzung der wissenschaftlichen Allerkl\u00e4rbarkeit beeindruckende Ergebnisse erzielt. &nbsp;Ich selbst bediene mich als Arzt der gro\u00dfen und wertvollen wissenschaftlichen Errungenschaften der modernen Medizin und wollte auf keinen Fall mehr darauf verzichten. Ich bin immer wieder fasziniert, wie man in der Naturwissenschaft alle Vorg\u00e4nge und Zusammenh\u00e4nge mathematisch beschreiben kann und wie dies f\u00fcr alle Bereiche des naturwissenschaftlich erforschbaren Kosmos gilt. Die Mathematik bleibt die gleiche, ob ich nun Ionenkan\u00e4le an der Zellmembran oder die Gravitation von Sternen betrachte. &nbsp;In der naturwissenschaftlichen Forschung erhalte ich positive Ergebnisse, wenn ich mit nat\u00fcrlichen Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4ngen rechne. Nur wenn ich Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten erwarte, werde ich motiviert sein, diese Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten zu erforschen. Markus Till arbeitet in seinem Vortrag \u00fcber Naturwissenschaft und Glauben sch\u00f6n heraus, dass die christliche Religion, in der im Gegensatz zum Pantheismus von Naturreligionen klar zwischen Sch\u00f6pfung und Sch\u00f6pfer unterschieden wird, genau diese Erwartung von Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten in der Natur nicht nur zul\u00e4sst, sondern regelrecht f\u00f6rdert. Nicht zuf\u00e4llig ist die moderne Naturwissenschaft ausgerechnet in der christlichen Kultur des sp\u00e4ten Mittelalters entstanden. Viele gro\u00dfe Naturwissenschaftler in der Geschichte der Naturwissenschaft waren bibeltreue Christen. Nicht wenige haben sogar ihre Motivation, die Welt zu erforschen, direkt aus ihrem christlichen Glauben an einen gro\u00dfen Sch\u00f6pfer bezogen. Die christliche Kultur war der Boden, auf dem der Forscherdrang wachsen konnte, und zwar gerade deshalb, weil man eine naturgesetzliche Ordnung erwartete. Zus\u00e4tzlich haben die Ergebnisse und die positiven Erfahrungen im Bereich der Forschung die Motivation verst\u00e4rkt. C.S Lewis: <em>\u201eDiese Leute wurden nicht Wissenschaftler, weil sie alles \u00dcbernat\u00fcrliche ablehnten, sondern\u201c die Menschen wurden Wissenschaftler, weil sie Gesetze in der Natur erwarteten, und sie erwarteten Gesetze in der Natur, weil sie an einen Gesetzgeber glaubten.<\/em> Carl Friedrich von Weiz\u00e4cker erg\u00e4nzt: <em>\u201eDie moderne Wissenschaft ist ein Geschenk, ich h\u00e4tte auch sagen d\u00fcrfen, ein Kind des Christentums\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Davon aber nun abzuleiten, dass es keine Einwirkungen von au\u00dfen geben kann, ist nicht logisch. Die Frage, die wir nun stellen m\u00fcssen: Muss das System tats\u00e4chlich geschlossen sein? Dass wir f\u00fcr viele Ph\u00e4nomene eine nat\u00fcrliche Ursache gefunden haben, bedeutet das denn tats\u00e4chlich automatisch, dass es keine Ph\u00e4nomene geben kann, die keine nat\u00fcrlichen Ursachen haben? Der enorme Fortschritt in der Naturwissenschaft mag dazu verleiten, eine unendliche Kette von nat\u00fcrlichen Erkl\u00e4rungen anzunehmen, aber es gibt keinen sachlichen Grund daf\u00fcr, warum ein Sch\u00f6pfer seine geschaffenen Gesetze nicht f\u00fcr einen Augenblick au\u00dfer Kraft setzen k\u00f6nnen sollte. Ein kategorischer Ausschluss von \u00fcbernat\u00fcrlichen Ursachen kann nicht die logische Konsequenz aus der Erkenntnis sein, dass er f\u00fcr einen bestimmten Bereich zutreffend und geeignet ist. Die Mathematik liefert mir zwar Antworten auf die Frage nach dem- Wie etwas abl\u00e4uft-. Sie erlaubt mir allerdings keine Antworten auf die Frage nach dem Wesen oder nach den Eigenschaften von Dingen, weil sie nur die Beziehungen von Gr\u00f6\u00dfen beschreibt.&nbsp; Die Naturwissenschaft ist nicht in der Lage zu erkl\u00e4ren, warum es diese Mathematik, die Wirkungszusammenh\u00e4nge gibt. Sie versagt bei der Antwort auf die Frage, woher diese Dinge kommen. Auch ethische und \u00e4sthetische Aussagen oder Antworten auf Sinn und Zweckfragen sind durch Naturwissenschaft nicht m\u00f6glich. Naturgesetze gelten einfach- sie sind jedoch f\u00fcr sich weder sinnvoll noch zwecklos, weder gut noch b\u00f6se. Sie stellen auch keine Kr\u00e4fte selbst dar, wie man das intuitiv annehmen k\u00f6nnte. Sie beschreiben nur die Kr\u00e4fte in einer Wenn-Dann-Beziehung. &nbsp;Bei diesen \u00dcberlegungen wird klar, dass Naturgesetze die Welt nur unter einem bestimmten Blickwinkel betrachten. Dieser Blickwinkel reicht jedoch nicht aus, um die Welt und unsere Existenz befriedigend zu erkl\u00e4ren. Der Philosoph Wittgenstein hat es in seinem Tractatus so formuliert (aus Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers, S. 15 von Eric Metaxas): \u201c<em>Wir f\u00fchlen, dass selbst, wenn alle m\u00f6glichen wissenschaftlichen Fragen beantwortet sind, unsere Lebensprobleme noch gar nicht ber\u00fchrt sind\u201c. <\/em>Trotzdem bin ich nicht der Ansicht, dass die Naturwissenschaft und die Mathematik nur f\u00fcr Nicht-Glaubensfragen zust\u00e4ndig sind, w\u00e4hrend der Glaube an Gott jenseits aller wissenschaftlichen und mathematischen \u00dcberlegungen angesiedelt ist. Nein, ausgerechnet auf wissenschaftlichem Weg sto\u00dfen wir auf hochinteressante Entdeckungen und Erkenntnisse, die uns wertvolle Hinweise liefern auf eine Wirklichkeit, die \u00fcber unser Denkverm\u00f6gen und ihre wissenschaftliche Erforschbarkeit hinausreichen. Gerade in der Ursprungsfrage des Lebens st\u00f6\u00dft das Paradigma einer ununterbrochenen nat\u00fcrlichen Ursachenkette an seine Grenzen. Die Entstehung des genetischen Codes setzt eine Intelligenz voraus, die nicht aus der Materie heraus entstanden sein konnte. Das Ph\u00e4nomen der F\u00e4higkeit des Menschen, \u00fcber sich selbst nachzudenken und sich einen Gott vorzustellen, der au\u00dferhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums lebt, kann man evolutionstheoretisch schlecht erkl\u00e4ren. Das naturalistische Weltbild ist seit Beginn des 20.Jahrhunderts infolge der Relativit\u00e4tstheorie und der Quantenphysik, in der es Erscheinungen gibt, die wir zwar mathematisch und experimentell nachweisen k\u00f6nnen, die sich aber unserer menschlichen Vorstellungskraft v\u00f6llig entziehen, massiv in Frage gestellt. Nichtmehr die Materie ist die unterste Grundlage aller Physik, sondern die Information, aus der Materie aufgebaut ist und die unser Leben bestimmt. (Siehe Quantenmechanik: Prof. Zeilinger und Prof. H. P. D\u00fcrr). Nicht zuletzt auch die Entdeckung der Feinabstimmung der verschiedenen Grundkr\u00e4fte im Gesamtkosmos lassen einen zweifeln daran, dass rein materielle Vorg\u00e4nge ausreichen, um diese Welt zu erkl\u00e4ren. Die Besch\u00e4ftigung mit der Evolutionstheorie und mit der Frage, woher alles kommt, l\u00e4sst den Verdacht auch bei Skeptikern wachsen, dass es mehr gibt, als wir bisher mit unseren wissenschaftlichen Methoden erfassen konnten. Das wissenschaftliche Paradigma eines geschlossenen Weltbildes hat nach meiner Meinung nur noch historische Bedeutung. Damit f\u00e4llt auch das wissenschaftliche Fundament f\u00fcr die Wunderkritik weg. Der Vorwurf der Wissenschaftsfeindlichkeit f\u00e4llt auf die Wunderkritiker selbst zur\u00fcck. Die Wunderkritik ist in einer Zeit entstanden, in der man aufgrund der rasanten Fortschritte in der Forschung von dem Gedanken beseelt war, dass wir eines Tages die letzte nat\u00fcrliche Erkl\u00e4rung f\u00fcr alles finden werden. Heute muss dieser Gedanke der Ern\u00fcchterung weichen, dass wir nach vielen Jahren des Forschens noch keine befriedigende Antwort auf eine wachsende Zahl von Fragen gefunden haben und m\u00f6glicherweise nie finden werden. Die Wunderkritik basiert auf einem veralteten wissenschaftlichen Vorurteil. Es kann keine Wunder geben, weil wir in einem System einer geschlossenen Kette von nat\u00fcrlichen Ereignissen leben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Statt aufgrund der Beweise logische Schlussfolgerungen zu ziehen, legt man die eigenen naturalistischen Annahmen \u00fcber die Beweise. Der Naturalismus wird so zu einem Paradigma, durch das man die Welt deutet. Nicht etwa bewiesene wissenschaftliche Erkenntnisse bringen mich zur Haltung, Wunder anzuzweifeln, sondern unbewiesene und noch dazu unlogische Vorannahmen. Man wei\u00df im Voraus, dass die Berichte der Evangelien falsch sein m\u00fcssen- und so bleibt dieses negative Vorurteil an allem haften, wovon die Texte berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Stefan Gustavsson sagt dazu: <em>\u201eWeite Teile der Jesus-Forschung der letzten Jahrhunderte erinnern somit von ihrer dogmatischen Haltung her an die fr\u00fchere mittelalterliche Wissenschaft-nur dass inhaltlich das Gegenteil vertreten wird.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ein interessanter Einschub:<\/p>\n\n\n\n<p>&nbsp;Der Fall Galileo Galilei ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr, wie die kirchliche Dogmatik, die sich nicht etwa, wie vielfach behauptet, an der Bibel orientiert h\u00e4tte, sondern an der damaligen Mainstream- Wissenschaft, eine konkurrierende wissenschaftliche Weltanschauung lange Zeit abgelehnt hat. Galileo k\u00e4mpfte mit seiner Erkenntnis des Heliozentrismus (nicht die Sonne kreist um die Erde, sondern die Erde kreist um die Sonne) nicht in erster Linie gegen eine starre Bibelauslegung, sondern gegen die Kirche, die sich dem offiziellen aristotelischen Weltbild verpflichtet gef\u00fchlt hat. Der Gegensatz zwischen Galileo und der Bibel wurde zur Zeit der Aufkl\u00e4rung aufgebaut, um das neue Weltbild der Aufkl\u00e4rung, in der der vern\u00fcnftige Mensch \u00fcber den Wahrheitsgehalt der Bibel entscheidet, zu rechtfertigen. In Wirklichkeit vertritt die Bibel an keiner Stelle einen ausdr\u00fccklichen kosmologischen Geozentrismus. Wenn also bis heute der Fall Galileo als Beispiel f\u00fcr die Unwissenschaftlichkeit der Bibel herangezogen wird und damit als Seitenhieb gegen heutige wissenschaftsfeindliche bibeltreue Christen verwendet wird, dann zeugt dies nicht nur von einer mangelnden Geschichts- und Bibelkenntnis, sondern von einer fatalen Tendenz in der heutigen liberalen Theologie, den gleichen Fehler der Unterw\u00fcrfigkeit unter die Mainstreamwissenschaft erneut zu begehen. Das seit dem 18. Jahrhundert vererbte geschlossene Weltbild, das f\u00fcr alles eine menschlich nachvollziehbare Erkl\u00e4rung annimmt und von der Theologie zur Grundlage allen Forschens und Arbeitens gemacht worden ist, l\u00e4sst sich heute angesichts zahlreicher neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse genauso wenig aufrechterhalten wie der Geozentrismus zur Zeit von &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;Galileo Galilei. Galilei war \u00fcbrigens ein bibelgl\u00e4ubiger Wissenschaftler und insofern offenbar auch ein Beispiel f\u00fcr die Vereinbarkeit von Glauben und moderner Wissenschaft. Allerdings war er wohl auch eine schwierige Pers\u00f6nlichkeit, was ebenfalls zur Abwehrhaltung der Kirche und der Wissenschaft ihm gegen\u00fcber beigetragen haben d\u00fcrfte. Galileo Galilei (1564-1642): <em>\u201eDie Bibel und die Naturph\u00e4nomene entstammen gleicherma\u00dfen dem G\u00f6ttlichen Wort. Die Bibel als die Eingabe des Heiligen Geistes und die Natur als die Ausf\u00fchrung der g\u00f6ttlichen Befehle. Die Natur liegt vor uns wie ein offenes Buch, wir m\u00fcssen nur ihre Sprache verstehen. Es ist die Sprache der Mathematik.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>C.S Lewis schreibt in seinem klassischen Buch: Wunder: <em>\u201eDer Glaube an Wunder ist nicht nur weit davon entfernt, auf der Unkenntnis der Naturgesetze zu beruhen, er ist \u00fcberhaupt nur in dem Masse m\u00f6glich, wie diese Gesetze bekannt sind. Wenn man davon ausgeht, dass man das \u00dcbernat\u00fcrliche ausschlie\u00dft, wird man keine Wunder wahrnehmen. Das haben wir schon gesehen. Nun m\u00fcssen wir noch hinzuf\u00fcgen, dass man auch dann keine Wunder wahrnehmen wird, wenn man nicht daran glaubt, dass die Natur nach bestimmten Regeln abl\u00e4uft. Wenn man noch nicht bemerkt hat, dass die Sonne stets im Osten aufgeht, wird man auch nichts besonderes Wunderbares daran finden, wenn sie eines Morgens im Westen aufgeht. Genauso wenig ist Gottes Eingreifen ein Verbrechen an der Natur. Gott bricht keine Naturgesetze, als ob diese au\u00dfer Kraft gesetzt werden m\u00fcssten, damit Gott ins Spiel kommt! Ein Wunder handelt stattdessen davon, dass Gott etwas Neues in die gesetzm\u00e4\u00dfige Situation der Natur hineinbringt. Darum ist es falsch, ein Wunder als etwas zu definieren, das die Naturgesetze bricht. Das tut es n\u00e4mlich nicht\u2026. Wenn Gott ein Teilchen der Materie vernichtet oder schafft oder abbiegt, so hat er an diesem Punkt eine neue Situation geschaffen. Und sofort gliedert die gesamte Natur diese in sich ein, l\u00e4sst sie in ihrem Reich zu Haus sein und passt ihr alle anderen Ereignisse an.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Auch in der Theologie hat man dies erkannt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlink, Edmund \u00d6komenische Dogmatik: <em>\u201eDie Prinzipien der Analogie und der durchg\u00e4ngigen Wechselwirkungen sind weder historisch noch theologisch zu beweisen. Sie sind vielmehr heuristische Prinzipien, die sich in der historischen Forschung als sehr n\u00fctzlich erwiesen haben, die aber <u>nicht<\/u> den Rang letzter und allgemein g\u00fcltiger Kriterien beanspruchen k\u00f6nnen Die M\u00f6glichkeit eines die bekannten geschichtlichen Analogien und Wirkungszusammenh\u00e4nge durchbrechenden geschichtlichen Ereignisses kann weder metaphysisch noch empirisch ausgeschlossen werden. Der Beweis, dass die Auferstehung eines Toten unm\u00f6glich ist, ist unm\u00f6glich.\u201c \u201eEine genaue Analyse der philologisch-historischen Methode ergibt, dass es sich bei ihr nicht um eine rein formale Methode handelt, sondern dass sie Prinzipien enth\u00e4lt, die von ganz erheblicher inhaltlicher Auswirkung auf die Ergebnisse sind: Es gelten auch heute die\u2026 der historischen Methode immanenten Prinzipien, auf die Ernst Troeltsch am Anfang dieses Jahrhunderts hingewiesen hat, ganz selbstverst\u00e4ndlich\u2026<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Ernst Troeltsch selbst hat dies vermutlich schon erkannt. Deshalb schreibt er auch nicht, dass seine Prinzipien sich direkt aus der Naturwissenschaft herleiten lie\u00dfen, sondern dass er seine Prinzipien einfach mal als Axiom annimmt. Die Prinzipien beziehen ihre G\u00fcltigkeit nicht etwa aus einer wissenschaftlichen Herleitung, sondern aus der positiven Erfahrung mit ihrer Anwendung. Auch in der Wissenschaft haben sich die Prinzipien bew\u00e4hrt, sto\u00dfen allerdings, wie oben ausgef\u00fchrt, seit 70 Jahren zunehmend an ihre Grenzen. Auch in der Naturwissenschaft ist man zunehmend offen, umzudenken. Die Quantenphysiker sind heutzutage gleichzeitig Philosophen, weil sie sp\u00fcren, dass das alte Paradigma eines geschlossenen Systems nicht mehr haltbar ist. Sollte man in der Theologie, wenn man sich schon immer auf die Naturwissenschaft bezieht, nicht auch offener werden f\u00fcr ein Umdenken? &nbsp;Zurecht sieht Prof. Rainer Mayer darin den Versuch, <em>\u201eein rein innerweltliches, mithin atheistisches Wissenschaftsverst\u00e4ndnis f\u00fcr die Theologie verbindlich zu machen. [\u2026] Diese Prinzipien behindern unvoreingenommene historische Untersuchungen, weil sie aller Erkenntnis ein \u201eFilter\u201c vorschalten, das von vornherein alles das als \u201eunhistorisch\u201c aussondert, was nicht in das vorgefasste Wissenschaftsparadigma passt.\u201c<\/em> Sp\u00e4tere Theologen haben den Wunderausschluss abgeschw\u00e4cht mit der Aussage: Wunder k\u00f6nnten zwar geschehen sein, aber die Wissenschaft k\u00f6nne aus methodischen Gr\u00fcnden nichts \u00fcber sie sagen. Damit wird aber nach wie vor die M\u00f6glichkeit, dass real geschehene Wunder die beste Erkl\u00e4rung f\u00fcr die historischen Fakten liefern k\u00f6nnten, von vornherein ohne Sachgr\u00fcnde aus dem wissenschaftlichen Diskurs ausgeschlossen und damit abgewertet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. John Lennox Professor f\u00fcr Mathematik: \u201e<em>Wer alles in ein naturalistisches Paradigma zw\u00e4ngt, \u00f6ffnet der Wissenschaft nicht die T\u00fcren, sondern schlie\u00dft sie\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Hans K\u00fcng: \u201eNicht der Glaube an Wunder, sondern der Glaube an Jesus und an den, den er geoffenbart hat, ist gefordert. In diesem Sinne kann der Glaubende, wie wiederum das Johannesevangelium deutlich macht, auf Wunder \u00fcberhaupt verzichten: Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Wunderkritik wird heute weniger auf dem Argument aufgebaut, dass es echte Wunder nicht geben kann, sondern mehr darauf, dass der Glaube grunds\u00e4tzlich nicht auf Wundern aufgebaut sein sollte, wie es im o.g. Zitat zum Ausdruck kommt. Wenn Hans K\u00fcng hier nicht nur selbst erlebte Wunder, sondern auch die in der Bibel bezeugten Wundertaten Gottes oder Jesu vor Augen hat, dann ist sein Kommentar zu Joh.20,29 eindeutig eine grobe Fehlinterpretation. Denn unmittelbar nach der Begebenheit mit dem zweifelnden Thomas, der seine Hand in die verwundete Seite von Jesus legen darf, schreibt Johannes als Autor des Johannesevangeliums: <em>&#8222;Noch viele Zeichen tat Jesus vor seinen J\u00fcngern, die nicht geschreiben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen.<\/em>&#8220; Die Zeichen und Wunder, von der die Bibel berichtet sind also eine wichtige Basis f\u00fcr unseren Glauben. Ein Kommentator, der dies bestreitet, widerspricht damit nicht nur dem Evangelienschreiber, sondern Jesus selbst, weil er seine J\u00fcnger immer wieder aufgefordert hat, seine Wunder als Zeichen f\u00fcr seine Gottessohnschaft anzuerkennen.  Die genannte Aussage des Theologieprofessors  klingt zwar zun\u00e4chst positiv motiviert, ist aber in Wirklichkeit falsch. Man m\u00fcsste an der Stelle wieder die Gegenfrage stellen, welchen Glauben, welchen Jesus und welchen Gott meint Herr K\u00fcng damit? Wenn er unter diesem Glauben einen Glauben verstehen w\u00fcrde, der sich im -Gutes tun- und -Frieden \u00fcben- ersch\u00f6pfen sollte, dann k\u00f6nnte man der Ansicht zustimmen. Wenn ich aber an einen Gott glauben sollte, der die Welt erschaffen hat, der die Menschheitsgeschichte lenkt, der seinen Sohn auf diese Welt gesandt hat, um am Kreuz zu sterben und wieder aufzuerstehen und der am Ende einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird, dann w\u00fcrde der obige Satz von Herrn K\u00fcng zum Widerspruch in sich selbst. Jesus ist im Grunde die Verk\u00f6rperung des gr\u00f6\u00dften wunderhaften Vorgangs dieser Welt, n\u00e4mlich die Menschwerdung Gottes (Inkarnation). Wie kann man an Jesus glauben wollen, ohne an die Wunderdimension Jesu zu glauben? An diesen Ausf\u00fchrungen merken wir, dass sich hinter der o.g. Formulierung ein anderes Gottes- und Jesusbild verbirgt. Entweder, es ist das deistische Gottesbild, dass Gott zwar allm\u00e4chtig ist aber seit der Initiierung der Sch\u00f6pfung nicht mehr in das Weltgeschehen eingreift, oder Gott ist lediglich das Gute in dieser Welt, das es zur Geltung zu bringen gilt. In beiden F\u00e4llen w\u00fcrde er aber der Heiligen Schrift grundlegend widersprechen. Wir werden am Ende auch kl\u00e4ren, wie man Jesu Worte dem zweifelnden Thomas gegen\u00fcber im Gesamtkontext der Bibel interpretieren muss. Nun m\u00f6chte ich aufzeigen, dass ein wunderfreier Glaube kein von der Offenbarung selbst gewollter oder irgendwie getragener Glaube ist. Im Gegenteil: Wenn wir uns kurz an die vielen biblischen Geschichten erinnern, die wir selbst gelesen haben oder noch aus dem Kindergottesdienst kennen, dann kann kein Zweifel daran bestehen, dass die Bibel die Wunder als tats\u00e4chliche Wunder berichtet haben will. Wenn man so will, steckt die Bibel vom Anfang bis zum Ende voller Wundergeschichten. Was w\u00e4re das f\u00fcr ein Gott, der die Welt nicht tats\u00e4chlich geschaffen haben sollte (Gen 1 +2), dessen rechte Hand nicht die Feinde am Schilfmeer zerschlagen h\u00e4tte, 2.Mos.15,6: \u201eHerr deine rechte Hand tut gro\u00dfe Wunder, Herr deine rechte Hand hat die Feinde zerschlagen\u201c<strong>, <\/strong>der nicht Wunder getan h\u00e4tte in \u00c4gyptenland,Ps.78,12: \u201eVor ihren V\u00e4tern tat er Wunder in \u00c4gyptenland, im Gefilde von Zoan\u201c<strong>, <\/strong>der nicht f\u00fcr Josua und seine Streiter seine Verhei\u00dfungen erf\u00fcllt h\u00e4tte Jos21,2<strong>:<\/strong>\u201eEs war nichts dahingefallen von all dem guten Wort, das der HERR dem Hause Israel verk\u00fcndigt hatte. Es war alles gekommen,\u201cder am Berg Karmel nicht das Feuer vom Himmel geschickt h\u00e4tte, um zu zeigen, dass er der wahre Gott ist 1.K\u00f6n.18,36: \u201e\u2026(es) trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, lass heute kundwerden, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich all das nach deinem Wort getan habe! Erh\u00f6re mich, HERR, erh\u00f6re mich, dass dies Volk erkenne, dass du, HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!\u201c \u00a0Wunder sind also auch Machtdemonstrationen Gottes. Sie sollen zeigen, wer der richtige Gott ist. Sie sollen das Volk zur Umkehr bewegen. H\u00e4tte Jesus keine realen Wunder vollbracht, wie sollte man folgende Stellen im Johannesevangelium verstehen?\u00a0 Joh. 10,38; Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubt mir nicht; tue ich sie aber, so glaubt doch den Werken, wenn ihr mir nicht glauben wollt, auf dass ihr erkennt und wisst, dass der Vater in mir ist und ich im Vater. Joh:20,30f: Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen J\u00fcngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch.;21,25: \u201eEs sind noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat. Wenn aber eins nach dem andern aufgeschrieben werden sollte, so w\u00fcrde, meine ich, die Welt die B\u00fccher nicht fassen, die zu schreiben w\u00e4ren.<strong>\u00a0 <\/strong>Mit welcher Vehemenz die Bibel das tats\u00e4chliche Geschehensein der Wunder betont, sieht man an der Reportage der j\u00fcdischen Erkl\u00e4rung des leeren Grabes in Mt.28,11, an der Aufz\u00e4hlung der Zeugen in 1.Kor 15,5 und an den Schilderungen der ersten Begegnungen mit dem Auferstandenen in den Evangelien allgemein. Warum lie\u00dfe der Evangelist manche zweifeln, wenn es ihn nicht auf das Wunder an sich ank\u00e4me? Mt 28,17: Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; einige aber zweifelten\u201c Lk 24,11 \u201eUnd es erschienen ihnen diese Worte, als w\u00e4r&#8217;s Geschw\u00e4tz, und sie glaubten ihnen nicht.\u201c Joh 20:24.<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann den Glauben an den biblischen Gott oder Jesus nicht von seinen Wundern trennen, wie man auch das Kerygmatische (die Botschaft oder die Verk\u00fcndigung) vom Faktischen nicht trennen kann. Ohne die Wunder g\u00e4be es weder die Evangelien, noch die alttestamentlichen Offenbarungen noch die paulinische Theologie, die auf dem allergr\u00f6\u00dften Wunder der Geschichte, n\u00e4mlich der Auferstehung von Jesus und deren Zusammenhang mit dem alttestamentlichen wunderhaften Geschichtshandeln Gottes, aufbaut. Nur auf diesem Hintergrund k\u00f6nnen wir Jesu Kritik am Zweifel von Thomas richtig verstehen. Jesus konnte damit nicht gemeint haben, dass Wunder generell unwichtig seien oder dass wir gar blind an irgendetwas glauben sollten. Jesus wollte seine J\u00fcnger und damit auch uns vorbereiten auf die Zeit, in der er nicht mehr als sichtbarer Mensch unter uns leben wird. Nach der Himmelfahrt wird man nur an Jesus glauben k\u00f6nnen, ohne ihn zu sehen. Nat\u00fcrlich wollte er damit auch sagen, dass wir nicht f\u00fcr jeden kleinen Vertrauensschritt ein neues Wunder erwarten und nicht bis in die letzte Sicherheit hinein zuerst einen Beweis fordern sollten, bevor wir uns auf ihn einlassen w\u00fcrden. Das gr\u00f6\u00dfte aller Wunder, die Auferstehung, war geschehen und dies ist vielfach durch Augenzeugen dokumentiert. Das ist und bleibt der untr\u00fcgliche Ausgangspunkt und der unverzichtbare Grund unseres Glaubens. Darauf baut unser Glaube auf. Joh2,22: \u201eAls er nun auferstanden war von den Toten, dachten seine J\u00fcnger daran, dass er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem Wort, das Jesus gesagt hatte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der letzte Schritt zu Gott ist immer ein Vertrauen ohne Beweis. Die ersten Schritte im Glauben kommen ohne jegliche Beweise nicht aus. Sie richten sich an unseren Verstand, der Wunder braucht, um nicht auf blinden Glauben bauen zu m\u00fcssen. Joh.20,31: \u201eDiese (Wunder) aber sind geschrieben, damit ihr glaubt, dass Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und damit ihr durch den Glauben Leben habt in seinem Namen.\u201c In Apostelgeschichte 2,22 sagt Petrus in seiner Pfingstrede: \u201eIhr M\u00e4nner von Israel, h\u00f6rt diese Worte: Jesus, der Nazarener, einen Mann, der von Gott euch gegen\u00fcber beglaubigt wurde durch Kr\u00e4fte und Wunder und Zeichen, die Gott durch ihn in eurer Mitte wirkte, wie ihr auch selbst wisst\u2026\u201c. In seiner Verteidigungsrede vor dem Statthalter Festus und K\u00f6nig Agrippa sagt Paulus: Apg.26,25 u.26: \u201eIch bin nicht von Sinnen, hochedler Festus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und der Besonnenheit.&nbsp;Denn der K\u00f6nig wei\u00df um diese Dinge, zu dem ich auch mit Freim\u00fctigkeit rede; denn ich bin \u00fcberzeugt, dass ihm nichts hiervon verborgen ist, denn nicht in einem Winkel ist dies geschehen.\u201c Die Grundlage unseres Glaubens ist und bleibt das Vertrauen auf einen Gott, der gro\u00dfe Wunder getan hat und immer noch tut. Wunder sind ein Kernbestandteil der biblischen Offenbarung, weil sie auf das Vertrauen der Menschen in einen allm\u00e4chtigen Gott abzielen. Sie sind Bestandteil der Begegnung mit diesem Gott, weil ein Wunder immer die Frage nach dem Urheber eines Wunders ausl\u00f6st, weil es uns zu Gott hinf\u00fchrt. Sie \u00fcberschreiten die Wirklichkeitsgrenzen zwischen Gott und Mensch. Ohne sie h\u00e4tten wir keine Gewissheit, dass es diese Br\u00fccke zwischen Jenseits und Diesseits gibt.&nbsp; Deshalb kann man auch nicht auf ein geschlossenes Weltbild insistieren und das Wunder als nicht notwendig f\u00fcr den Glauben darstellen. Gerade die Wunder zeigen uns, dass wir nicht in einem geschlossenen System leben, sondern in einer Welt, die offen ist f\u00fcr Gottes Wirklichkeit. Man k\u00f6nnte die Bedeutung von Wundern auch so erkl\u00e4ren. Im Neuen Testament wird das Wort f\u00fcr Wunder (teras) h\u00e4ufig in Kombination mit dem Wort f\u00fcr Zeichen (semeion) genannt. Apg.2,22 Wunder sind also Zeichen, und wie alle Zeichen stehen sie nie f\u00fcr sich selbst, sondern deuten \u00fcber sich hinaus. Sie wollen unseren Blick weiten und auf eine andere Welt lenken, auf eine Welt, die nicht auf unsere messbaren und greifbaren Dimensionen begrenzt bleibt, die aber auch nicht nur unserer Fantasie oder unseren frommen W\u00fcnschen entspringt, sondern die real und erfahrbar ist und die aber weit \u00fcber unsere Vorstellungen hinausreicht. Wenn wir ein Wunder erleben, erleben wir es nicht um seiner selbst willen, sondern weil es uns auf den hinweisen will, der hinter den Zeichen und Wundern steht, auf Gott. Gleichzeitig sind sie auch ein Zeichen daf\u00fcr, dass er sich uns mitteilen und mit uns in Kontakt treten will. Im Wunder Christi bricht Gottes Wirklichkeit in unsere Welt hinein und zeigt uns den Weg, wie wir mit dieser Wirklichkeit in Kontakt kommen k\u00f6nnen. Das Gebet ist der Ausdruck eines Glaubens, der mit dem Ineinandergreifen der beiden Wirklichkeiten, der des Menschen und der Wirklichkeit Gottes und damit auch mit der Begegnung mit dem allm\u00e4chtigen Gott rechnet. Ansonsten bleibt das Gebet eine reine Selbstmeditation, bei der ich meine Seele reinige und meine Gedanken mithilfe religi\u00f6ser Inhalte ins Gleichgewicht bringe.&nbsp; Au\u00dferdem wird ein Glaube, der Wunder f\u00fcr \u00fcberfl\u00fcssig h\u00e4lt, nicht mit Wundern rechnen, so wie ein Wanderer, der keinen Regen erwartet, auch keinen Regenschirm mitnimmt. Ein wunderfreier Glaube ist also ein rein kontemplativer (betrachtender), sinnlicher Glaube, der weit vom biblischen Glauben entfernt ist, weil er nicht mit Wundern rechnet. Ansonsten h\u00e4tte uns Gott zu einem Glaubensverst\u00e4ndnis in seinem Wort erzogen, das er am Ende gar nicht haben will.&nbsp; Die Wunderkritik in der historisch kritischen Theologie ist nicht nur von ihrem wissenschaftlichen und philosophischen Ansatz her abzulehnen, sondern auch im Blick auf ihre Konsequenzen f\u00fcr das Bibelverst\u00e4ndnis und das Gottesbild, das dem der Bibel und ihren Selbstaussagen ganz klar widerspricht. Gerhard Maier dazu: <em>\u201eIn der Tat verschiebt das vom Menschen aufgestellte Urteil \u00fcber m\u00f6glich oder unm\u00f6glich eigenm\u00e4chtig den Offenbarungsinhalt. Aus Gott wird dann ein G\u00f6tze, den Menschengedanken hervorgebracht haben. Und umgekehrt: Es ist ein Bestandteil der Gnade, dass Gott sich auch -zu seiner Zeit! &#8211; im Wunder offenbart.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gresham Machen 1923: <em>\u201eWenn man die Wunder ablehnt, macht man aus Jesus die sch\u00f6nste Blume der Menschheit, die einen derartigen Eindruck auf seine J\u00fcnger machte, dass sie nach seinem Tod nicht glauben konnten, dass er wirklich tot war, sondern Halluzinationen hatten, die den Eindruck erweckten, er sei von den Toten auferstanden. Wenn man aber die Wunder annimmt, so glaubt man an einen Erl\u00f6ser, der freiwillig auf diese Welt kam, um uns zu erl\u00f6sen, am Kreuz f\u00fcr unsere Schuld litt, durch die Macht Gottes von den Toten auferstand und nun lebt, um f\u00fcr uns einzutreten. Der Unterschied zwischen diesen beiden Standpunkten ist der zwischen zwei vollkommen verschiedenen Religionen. Es ist h\u00f6chste Zeit, dies klarzustellen.\u201c<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Nun m\u00f6chte ich aber noch mit einigen S\u00e4tzen auf Wunder eingehen, die heute noch geschehen. In meinem B\u00fccherregal stehen einige B\u00fccher \u00fcber \u00fcbernat\u00fcrliche Eingriffe oder Engelbegegnungen von modernen Menschen. Als kritisch denkender Mensch analysiere ich diese Geschichten genau. Trotzdem gibt es f\u00fcr mich keinen Grund, daran zu zweifeln, dass diese Geschichten wahr sind und derartige \u00fcbernat\u00fcrliche Wunder auch heute noch geschehen. Sie tragen alle die Zeichen ehrlicher aufrichtiger Erz\u00e4hlungen und sind meistens aus einer unmittelbaren Bedrohung heraus passiert. Bezogen auf ein einzelnes Menschenleben sind sie sicher selten. Auf die Gesamtheit der wundergl\u00e4ubigen Christen bezogen, gibt es sehr viele spektakul\u00e4re Wunderberichte. An der Stelle m\u00f6chte ich ein Buch von Eric Metaxas: Wunder, Entdeckungen eines Skeptikers empfehlen, in dem viele Wunder beschreiben sind. W\u00e4hrend ich \u00fcber dieses Thema nachdenke, frage ich mich, wie kritische Theologen mit solchen Erfahrungen umgehen. Sind das in den Augen der Kritiker alles Einbildungen? Ich habe den Verdacht, die wenigsten Theologen, die Wunder ablehnen, haben sich mit solchen Wunderberichten ernsthaft auseinandergesetzt, geschweige denn selbst erlebt. Nat\u00fcrlich sollte man den Glauben nicht darauf ausrichten, st\u00e4ndig nach \u00fcbernat\u00fcrlichen Wundern zu streben. Wir k\u00f6nne heute auf das gr\u00f6\u00dfte Wunder, das Gott in Jesus uns geschenkt hat, zur\u00fcckblicken. Wir haben sein Wort, das durch viele Wunder best\u00e4tigt ist. Wir sind heute vielfach nicht mehr existentiell auf \u00fcbernat\u00fcrliche Wunder angewiesen. Das sind die Gr\u00fcnde, warum heute nur selten echte \u00fcbernat\u00fcrliche Wunder geschehen. Aber wir d\u00fcrfen auch heute noch mit Wundern jeder Art rechnen, weil Gott sich in seinem Wort als ein Gott, der Wunder tut, offenbart hat. Das hat er sicher nicht getan, um uns auf eine falsche F\u00e4hrte zu f\u00fchren. Gott will, dass wir auf seine Kraft, die manchmal auch im Wunder sich manifestiert, vertrauen. Es gibt viele Menschen, die durch die Erfahrung eines spektakul\u00e4ren Wunders zum Glauben gekommen sind. Freilich darf man seinen Glauben nicht an selbst erfahrenen Wundern festmachen, aber an der eigenen Erfahrung des Ausbleibens eines Wunders nun einen Beweis f\u00fcr einen generellen Wunderausschluss zu f\u00fchren, ist ebenso falsch. Nicht der, der nicht an Wunder glaubt, sondern der, der an Wunder glaubt, ist Realist. Nicht an Wunder zu glauben, ist dem Atheismus wesentlich n\u00e4her als dem biblischen Wunderverst\u00e4ndnis. Genauso wenig kann man an Jesus glauben und gleichzeitig behaupten, man k\u00f6nne auf Wunder verzichten. Vordergr\u00fcndig scheint der Verzicht auf Wunder in der Bibel dem modernen Menschen entgegenzukommen, in Wirklichkeit wirft er aber das Einzige weg, was unserem aufgekl\u00e4rten Denken Hoffnung und Heilung bringt.&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schon im Kapitel vorher wurde klar, dass die \u00fcbernat\u00fcrlichen Wunder in der HKT einen schweren Stand haben. 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